Knapp 4200 Besuche in vier Wochen
Die in diesem August erstmals zum Schutz vor Hitze aufgestellten Frankfurter Kühlmobile haben sich bewährt. Knapp 4200 Menschen besuchten die beiden klimatisierten Busse am Willy-Brandt-Platz. Die Stadt will die Erfahrungen aus der Aktion jetzt auswerten und prüfen, ob das Angebot künftig weiterentwickelt werden kann. „Die Kühlmobile haben einen echten Bedarf getroffen. Das zeigt die Zahl der Besuche, aber auch der deutliche Zusammenhang mit den jeweiligen Tagestemperaturen: An den heißen Tagen war die Nachfrage besonders groß“, sagt Elke Voitl, Dezernentin für Soziales und Gesundheit.
Im Durchschnitt wurden die Busse damit 140-mal pro Tag besucht. Am 15. August – dem mit mehr als 38 Grad heißesten Tag des Zeitraums – kamen rund 400 Menschen. Am 5. und 12. August wurden jeweils rund 300 Besuche gezählt. In der zweiten Augusthälfte ging die Zahl der Besuche mit sinkenden Temperaturen zurück. Am 25. August nutzten bei einer Tageshöchsttemperatur von rund 20 Grad gut 50 Menschen die Kühlmobile.
Das Angebot richtete sich in erster Linie an obdachlose oder drogengebrauchende Menschen, war aber grundsätzlich offen für alle. Daher nutzten auch viele Passantinnen und Passanten, Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Touristinnen und Touristen die Möglichkeit, sich bei einem kostenlosen Getränk abzukühlen und eine Pause zu machen. „Wir haben mit den Kühlmobilen einen Ort geschaffen, an dem Menschen zusammengekommen sind, ohne dass jemand als hilfsbedürftig oder obdachlos stigmatisiert wurde. Das ist Hitzeschutz ohne Ausgrenzung“, sagt Voitl. „Wenn die Sommer heißer werden, muss die Stadt ihre Hitzeschutzangebote weiterentwickeln. Dabei ist mir wichtig, insbesondere die Menschen zu erreichen, die sich nicht einfach in einen kühlen Innenraum zurückziehen können. Deshalb haben wir in diesem Sommer erstmals ausprobiert, wie ein mobiles Hitzeschutzangebot mitten in der Stadt angenommen wird. Die Bilanz ist eindeutig: Es wurde intensiv genutzt. Die Erfahrungen werden wir jetzt auswerten.“
Die von Sozialdezernentin Elke Voitl initiierten Kühlmobile sind eine gemeinsame Aktion der Stadt Frankfurt und der Johanniter-Unfall-Hilfe. Die beiden ausrangierten und mit einer mobilen Klimaanlage ausgerüsteten Busse standen vom 5. August bis zum 4. September am Willy-Brandt-Platz vor der Oper Frankfurt und hatten täglich von 13 bis 19 Uhr geöffnet.
(Text: PM Stadt Frankfurt)


