
Das traditionelle Hofweinfest der Fastnachter des ÖVV war diesmal mehr als nur ein geselliges Fest mit Wein, Musik und guter Unterhaltung. In Klein-Krotzenburg wurde am Wochenende zugleich ein neues Kapitel der örtlichen Fastnachtsgeschichte aufgeschlagen: Der Klein-Krotzenburger Fastnachtsverein (KFV) wurde offiziell gegründet – und legte mit 250 Gründungsmitgliedern einen beeindruckenden Start hin.
Den Auftakt machte am Freitag die Vorstellung der neuen Weinprinzessin. Auf dem Hassia-Gelände wurde Michelle Roch unter großem Jubel der Gäste in ihr neues Amt eingeführt. Für die passende musikalische Begleitung und beste Stimmung sorgte das Fett-Lang-Kurz-Quartett. Am Samstag wurde es dann offiziell: Der Klein-Krotzenburger Fastnachtsverein wurde gegründet. Bislang wurden die närrischen Veranstaltungen und Sitzungen in Krotzeborsch vom Fastnachtsausschuss des ÖVV, des Ortsverbands der örtlichen Vereine und Verbände, organisiert. Diese Aufgabe übernimmt nun der neu gegründete Verein. Sein Ziel ist klar: Die Fastnachtstradition im Ort soll auch in Zukunft mit Leben gefüllt werden – ganz nach dem bekannten Motto: „Wo kann die Fastnacht schöner sein, als bei uns in Krotzeborsch am Main“.
Wer wollte, konnte an diesem Tag direkt Gründungsmitglied werden. Die Resonanz übertraf offenbar alle Erwartungen: Am Ende hatten sich bereits rund 250 Fastnachtsfreunde dem neuen Verein angeschlossen. Ein kräftiger Vertrauensbeweis und zugleich eine gute Grundlage für die kommenden närrischen Jahre. Zur Vereinsgründung gab es auch Unterstützung aus der Nachbarschaft. Fastnachtsfreunde aus Seligenstadt, die FDMD aus Mainflingen, die Hamfonie Froschhausen und die Mombacher Bohnebeitel und natürlich auch der ÖVV-Vorsitzende Karl-Georg die Politik ließ sich das besondere Ereignis nicht entgehen. Kreisbeigeordneter Alexander Böhn überreichte einen Scheck über 111,11 Euro – eine Summe, die bestens zur närrischen Gelegenheit passte. Bürgermeister Christian Spahn brachte ebenfalls finanzielle Unterstützung mit: Einen Scheck der Sparkasse Langen-Seligenstadt über 500 Euro. Zwar keine Schnapszahl, dafür aber deutlich mehr als eine Runde Kölsch oder Äppelwoi wert. Nach dem offiziellen Teil war allerdings noch lange nicht Schluss. Gefeiert wurde natürlich weiter, schließlich war es immer noch Hofweinfest.
DJ Nachbär und DJ Kontrast sorgten am Samstagabend für die musikalische Begleitung und eine volle Tanzfläche. Überhaupt konnte sich der Zuspruch sehen lassen. Das Hofweinfest, das ohnehin traditionell gut besucht ist, lockte diesmal noch deutlich mehr Gäste als gewohnt auf das Hassia-Gelände. Wein, Musik, Fastnacht und die Gründung des neuen Vereins ergaben eine Mischung, die bei den Krotzeborschern bestens ankam. So wurde aus dem traditionellen Hofweinfest ein echtes Fest für die Zukunft der Klein-Krotzenburger Fastnacht – mit einer neuen Weinprinzessin, einem neuen Verein und gleich 250 Menschen, die von Anfang an dabei sein wollen.
(Text: ah)

