Darmstadt bei Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder gut aufgestellt

(Symbolfoto: Pixabay)

An den 21 Darmstädter Grundschulen können nach aktuellem Stand bis zu 4225 Kinder im Rahmen des „Pakts für den Ganztag“ betreut werden.


Seit Beginn des Schuljahres 2026/2027 haben alle Kinder, die die 1. Klasse oder Vorklasse besuchen, einen Rechtsanspruch auf eine ganztägige Betreuung. Der Schulstart hat gezeigt, dass die Wissenschaftsstadt Darmstadt hier gut aufgestellt ist. An den 21 Darmstädter Grundschulen können nach aktuellem Stand bis zu 4225 Kinder im Rahmen des „Pakts für den Ganztag“ betreut werden; das sind 283 Plätze mehr als im vergangenen Schuljahr und 1508 Plätze mehr als im Schuljahr 2021/2022. In den letzten fünf Jahren gab es einen Ausbau von 55,5 Prozent Plätzen. Zusätzlich stehen in den Horten 1109 Plätze zur Verfügung.

„Dass es so viele Plätze im Pakt für den Ganztag an Darmstädter Grundschulen gibt, ist kein Zufall. Das ist das Ergebnis guter Planung, des politischen Willens zum Ausbau und vor allem einer guten Zusammenarbeit des städtischen Schulamts mit den Angebotsträgern. Gemeinsam werden hier schnell gute Lösungen gefunden, auch wenn es doch mal eng wird“, so Schuldezernent Holger Klötzner.

Diese Lösungen können organisatorischer und baulicher Natur sein, etwa organisatorische Umstellungen bei der Mittagessensgestaltung, Konzepte zur Mehrfachnutzung von Räumen oder auch kurzfristige bauliche Erweiterungen, wie kürzlich an der Wilhelm-Busch-Schule in Arheilgen durch das Aufstellen von Mietmodulen. Dabei sind die Gegebenheiten vor Ort ebenso zu berücksichtigen wie langfristige Planungen.

Neben dem Ausbau von Plätzen legt die Wissenschaftsstadt Darmstadt großen Wert auf ein qualitativ gutes Angebot. In den vergangenen Jahren wurden auf Grundlage verschiedener Magistratsvorlagen Qualitäten zur Verbesserung der Rahmenbedingungen im Pakt für den Ganztag politisch beschlossen.

„Wir als Stadtelternbeirat schätzen es sehr, dass Darmstadt im Bereich der Ganztagsbetreuung gut aufgestellt ist – auch bei den Kosten. Das kostenlose Angebot bis 14.30 Uhr für alle Eltern, unabhängig vom Einkommen, leistet einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit“, so Sigita Urdze vom Stadtelternbeirat.

Julia Wandrey vom Hauptelternbeirat (HEB) richtet den Blick in die Zukunft: „Dass Darmstadt so auf den Rechtsanspruch vorbereitet war, zeigt, dass vor allem im Schul- und im Jugendamt viele Leute voll dabei sind. Uns als HEB ist es vor allem wichtig, den Prozess weiter zu begleiten und möglichst keine Unsicherheiten bei den Eltern aufkommen zu lassen.“

In den kommenden Jahren weitet sich der Rechtsanspruch jeweils auf eine weitere Jahrgangstufe aus, so dass im Schuljahr 2029/30 alle Kinder im Grundschulalter einen Rechtsanspruch auf eine ganztägige Betreuung haben. Voraussetzung dafür ist, die Zusammenarbeit mit den Schulen und Angebotsträgern weiterzuentwickeln und die notwendigen Rahmenbedingungen gemeinsam abzusichern.

Bürgermeisterin Barbara Akdeniz macht in diesem Zusammenhang die Rolle der Horte deutlich: „Die Horte stellen wichtige Platzkapazitäten zur Verfügung, die zur Erfüllung des Rechtsanspruchs benötigt werden und bieten den Familien eine Wahlmöglichkeit für die Form der Betreuung von Kindern im Grundschulalter.“

Informationen zu dem „Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung von Kindern im Grundschulalter“, dem „Pakt für den Ganztag“ und den Angeboten für Grundschulkinder in Darmstadt können dem Flyer „Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung für Grundschulkinder – Informationen für Eltern zum Schuljahr 2026/2027“ (https://www.darmstadt.de/leben/bildung/schulen/ganztagsangebote) entnommen werden.

(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)