
Größtes Neubauprojekt der GBO in den vergangenen 25 Jahren mit 67 Wohnungen
Bezahlbarer Wohnraum ist in Offenbach knapp. Mit dem Neubau des Wohnquartiers WQ 4.0 auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs setzt die GBO Gemeinnützige Baugesellschaft mbH Offenbach deshalb ein besonders wichtiges Zeichen: 67 neue Wohnungen entstehen dort, 38 davon werden öffentlich gefördert, weitere 29 öffentlich geförderte entstehen durch das Projekt im Stadtgebiet. Damit ist das WQ 4.0 das aktuell größte Neubauprojekt der GBO für bezahlbares Wohnen.
Im Erdgeschoss des u-förmigen Gebäudes entsteht außerdem eine fünfgruppige Kindertagesstätte für rund 100 Kinder. Das Mehrgenerationenhaus wird über senioren- und rollstuhlgerechte Wohnungen, Begegnungsräume und einen begrünten Innenhof verfügen. Zum gestrigen Spatenstich kam Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori. Er übergab an GBO-Geschäftsführer René Weber einen Förderbescheid über 16,2 Millionen Euro, ohne den der Neubau mit einem Gesamtvolumen von 29,5 Millionen Euro nicht möglich gewesen wäre. Beim Spatenstich auch dabei waren Offenbachs Stadtkämmerer und zuständiger Dezernent Martin Wilhelm, der projektleitende Architekt Markus Gruber vom Büro Planquadrat, und Sebastian Pfeifer vom Generalübernehmer Heinstadt Reiss.
„Neue Wohnungen werden dringend gebraucht. Entscheidend ist aber, dass sie zu den Menschen und ihrem Leben passen. Genau das passiert hier in Offenbach: Familien mit Kindern, ältere Menschen und Menschen, die auf barrierefreien Wohnraum angewiesen sind, bekommen unter einem Dach ein Zuhause. Dass dabei ein großer Teil der Wohnungen bezahlbar bleibt, macht dieses Projekt besonders stark. Deshalb unterstützen wir den Bau mit 16,2 Millionen Euro“, sagte der hessische Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori bei der Übergabe.
„Bezahlbarer Wohnraum ist eine der drängendsten sozialen Aufgaben unserer Zeit. Wer in Offenbach arbeitet, eine Familie gründet oder im Alter in der Stadt bleiben möchte, muss sich auch das Wohnen in unserer Stadt auch leisten können. Genau dafür schaffen wir neuen bezahlbaren Wohnraum und setzten unsere Zusage Schritt für Schritt um. Hier geschieht dies mit der Förderung des Landes Hessen, für die wir uns bei Minister Mansoori herzlich bedanken“, sagt Stadtkämmerer und zuständiger Dezernent Martin Wilhelm. „Die GBO schafft in den kommenden fünf Jahren insgesamt 300 neue Wohnungen, davon mindestens 125 öffentlich gefördert. Das ist konkrete Wohnungspolitik für Familien, Paare und Singles. Und wir denken dabei auch an Barrierefreiheit und das Miteinander der Generationen.“
38 Wohnungen in dem Gebäude mit dem Namen WQ (Wohnquartier) 4.0 werden gefördert, weitere 29 unterliegen der mittelbaren Förderung, das heißt, diese Wohnungen werden auf dem freien Wohnungsmarkt angeboten. Dafür verpflichtet sich die GBO aber, gleich viele, derzeit frei vermietete Wohnungen aus dem Bestand zukünftig als Sozialwohnungen zu vermieten. Die Mietpreise für die geförderten Wohnungen im WQ 4.0 werden voraussichtlich bei 7,34 Euro pro Quadratmeter liegen, bei den freifinanzierten Wohnungen sind 15 Euro pro Quadratmeter veranschlagt. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Offenbacher Wohnungsmarktes, insbesondere für Haushalte, die auf dem privaten Markt kaum noch bezahlbare Wohnungen finden.
Das u-förmige Gebäude ist als Mehrgenerationenhaus konzipiert und richtet sich an Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen. Im Erdgeschoss entsteht über die gesamte Fläche eine fünfgruppige Kindertagesstätte für rund 100 Kinder mit einem großzügigen, begrünten Innenhof als Außenspielfläche. Darüber im 1. Geschoß ist neben Wohnungen ein Begegnungsraum für die im Haus lebenden Seniorinnen und Senioren vorgesehen. Auf dem Dach wird ein Pavillon als weiterer Treffpunkt für die Hausgemeinschaft errichtet. Die restliche Dachfläche wird begrünt sowie mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Fünf der Wohnungen sind rollstuhlgerecht, alle Wohnungen sind barrierearm und mit Rollator begehbar, das Gebäude wird mit zwei Aufzügen von der Tiefgarage bis zum Dachgeschoss erschlossen.
„Mit dem WQ 4.0 schaffen wir Wohnraum für unterschiedliche Bedürfnisse und Lebenssituationen“, sagt GBO-Geschäftsführer René Weber. „Erstmals seit langer Zeit bauen wir hier auch zwei Wohnungen mit sechs Zimmern für große Familien. Solche großen Wohnungen gibt es auf dem Offenbacher Markt so gut wie gar nicht mehr und wenn sind sie für Familien mit mehreren Kindern kaum zu bezahlen. Das WQ 4.0 soll ein Haus für alle Generationen werden: Wir stellen uns als Idealfall vor, dass die Kinder unserer Mieterinnen und Mieter in die Kita im Erdgeschoss oder in das im Neubau befindliche Emmy-Nöther-Gymnasium gegenüber gehen, während die Großeltern oder sogar Urgroßeltern in den barrierearmen oder rollstuhlgerechten Wohnungen leben.“
Zur Wohnqualität auf dem ehemaligen Güterbahnhof in direkter Nachbarschaft zu den Bahngleisen tragen Fenster mit erhöhtem Schallschutz und in Richtung der Bahngleise schallschluckende Loggien vor den Wohnräumen bei. Andere Wohnungen haben Balkone. Die Tiefgarage bietet Stellplätze für Autos und Fahrräder.
Das Baugrundstück hat die GBO von der Projektentwicklerin des ehemaligen Güterbahnhofs, Aurelis, gekauft. Im dritten Quartal 2028 soll das Gebäude bezugsfertig sein.
(Text: PM Stadt Offenbach)

