Altheim hat einen neuen Verein

Auch der Altheimer Ortsbeirat (v. l. mit Sigrid Vollhardt, Marc Theisen, Cornelius Hecker und Marco Stix vier der fünf Mitglieder) nutzt das Gustav-Schoeltzke-Haus für seine Sitzungen. Zur Unterhaltung und Pflege der Immobilie wurde am Montagabend ein Förderverein gegründet, dessen Vorsitz Hecker übernommen hat. (Foto: jedö)

In Altheim gibt es einen neuen Verein: Im Gemeindehaus der evangelischen Kirche hat sich der „Förderverein Gustav-Schoeltzke-Haus Altheim“ gegründet. Mehr als 20 Personen traten dem Zusammenschluss, der formal noch in das Vereinsregister des Amtsgerichts eingetragen werden muss, direkt bei. Der anfänglichen Informationsveranstaltung schloss sich die Gründungsversammlung unmittelbar an. Zum Ersten Vorsitzenden wählten die Gründungsmitglieder Cornelius Hecker.


Das SPD-Mitglied ist eine der fünf Personen des Altheimer Ortsbeirats, den die Wahlberechtigten des Münsterer Ortsteils im März erstmal bestimmen durften und der sich im Mai für die Periode bis 2031 konstituiert hat. Dem Gremium gehören auch die CDU-Vertreter Marc Theisen und Sigrid Vollhardt sowie Marco Stix und Ortsvorsteherin Regina Hermann von der Wählergemeinschaft klar! an. Der Ortsbeirat hatte geschlossen zur Gründung des Fördervereins aufgerufen. Neben Hecker gehören dem dreiköpfigen Vorstand zwei weitere lokal bekannte Leute an: Peter Panknin, früherer SPD-Gemeindevertreter, hat das Amt des Zweiten Vorsitzenden übernommen. Die Erste Beigeordnete der Gemeinde Münster, Denise Hast (CDU), wurde zur Kassenwartin gewählt. Hecker und Panknin wohnen im Ortsteil; Hast, die in Münster wohnt, stammt aus Altheim.

Gemäß den rechtlichen Vorgaben unterzeichneten sieben Personen die Satzung des Vereins. Der startet in Sachen Zahl der Gründungsmitglieder aber rund dreimal so groß wie mindestens nötig. Inhaltlich blieb die Satzung weitgehend so, wie sie im Vorfeld von Cornelius Hecker, der früher als Rechtsanwalt arbeitete, verfasst worden war.
Über den Anlass für den neuen Verein und seine geplante Ausrichtung berichteten wir bereits im Vorfeld der Gründungsversammlung. Ausgangspunkt ist die politische Entscheidung, das Gustav-Schoeltzke-Haus als Altheimer Dorfgemeinschaftshaus im Eigentum der Gemeinde zu behalten und seine zahlreichen baulichen und technische Mängel in den nächsten Jahren für voraussichtlich mehrere Millionen Euro Steuergeld zu beheben. Der Verein will in diesem Kontext das Ziel verfolgen, im Interesse der lokalen Jugend- und Altenhilfe sowie der Denkmal- und Heimatpflege zur Unterhaltung und Pflege der 121 Jahre alten, nach dem von 1960 bis 1966 tätigen Altheimer Bürgermeister Gustav Schoeltzke benannten Immobilie beizutragen. Dies soll innerhalb des Vereins „selbstlos“ und durch seine Mitglieder rein ehrenamtlich erfolgen.

In den nächsten Schritten soll sich der Vorstand personell noch vergrößern. Auch die Mitgliederzahl soll in den nächsten Monaten wachsen, unter anderem durch eine Werbeaktion auf der Altheimer Kerb. Teuer ist eine Mitgliedschaft nicht: Als Monatsbeitrag wurde ein (eher symbolisch zu verstehender) Euro festgelegt.

(Text: jedö)