Städtische Gesundheitsförderung hat Befragung zum vergangenen Sommer gestartet
Wo war die Hitze in diesem Sommer besonders belastend? Was hat geholfen – und was hat gefehlt? Das Stadtgesundheitsamt möchte jetzt, unmittelbar nach den heißen Sommermonaten, die Erfahrungen der Offenbacherinnen und Offenbacher sammeln und daraus Hinweise für den weiteren Hitzeschutz in der Stadt gewinnen.
Der Sommer 2026 hat erneut gezeigt, wie stark hohe Temperaturen den Alltag in Offenbach beeinflussen können. Besonders Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen können durch Hitze gesundheitlich belastet werden. Auch Kitas, Kindertagespflege und Schulen standen in den vergangenen Monaten vor besonderen Herausforderungen.
„Hitze betrifft den Alltag in unserer Stadt ganz unmittelbar. Deshalb ist es wichtig, nicht nur auf die planerischen und baulichen Rahmenbedingungen zu schauen, sondern auch zu wissen, wie die Menschen heiße Tage tatsächlich erlebt haben. Die Rückmeldungen aus der Stadtgesellschaft können uns dabei helfen, die bereits laufenden Maßnahmen gezielt weiterzuentwickeln“, sagt Bürgermeister Andreas Bruszynski.
Im Mittelpunkt der Abfrage stehen deshalb die konkreten Erfahrungen aus diesem Sommer: Wo wurde es besonders heiß? Welche Situationen waren schwierig? Was hat sich bereits bewährt? Wo bestehen weiterhin Probleme oder Grenzen? Und was wäre vor dem nächsten heißen Sommer besonders hilfreich?
„Mit der Abfrage möchten wir sichtbar machen, was Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen an heißen Tagen konkret erlebt haben und wo sie an Grenzen gestoßen sind. Uns interessiert dabei nicht nur, was fehlt, sondern auch, was bereits gut funktioniert. Die Ergebnisse sollen anschließend mit den bestehenden Maßnahmen der Stadt verknüpft werden und so konkrete Hinweise für deren weitere Umsetzung geben“, erläutert Dr. Julia Schultz, Leiterin der Stabsstelle Gesundheitsförderung und Prävention.
Die Beteiligung ist bewusst niedrigschwellig angelegt. Es gibt eine offene Umfrage für Bürgerinnen und Bürger. Darüber hinaus stehen für unterschiedliche Zielgruppen kurze Fragebögen zur Verfügung. Angesprochen werden Kitas und Kindertagespflege, Schulen, Schülerinnen und Schüler, ältere Menschen sowie Einrichtungen für ältere Menschen. Sie können die Fragen direkt schriftlich beantworten oder sie in einem kurzen Gespräch mit dem Stadtgesundheitsamt durchgehen.
Die Rückmeldungen werden anschließend qualitativ und deskriptiv ausgewertet. Ziel ist kein repräsentatives Meinungsbild, sondern ein konkretes Bild der Erfahrungen und Bedarfe aus unterschiedlichen Perspektiven. Die wichtigsten Erkenntnisse werden in einem kurzen fachlichen Papier zusammengeführt.
Die offene Bürgerinnen- und Bürgerbefragung wird online durchgeführt und hat die Weiterentwicklung des Offenbacher Hitzeaktionsplans (HAP) zum Ziel. Der vom Amt für Umwelt und Klima koordinierte HAP sieht unter anderem Informationen und Empfehlungen für die Bevölkerung, Hinweise über digitale Stadtanzeigen und den öffentlichen Nahverkehr sowie die Information über kühle und klimatisierte Orte vor. Die Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger sollen zeigen, welche Informationen und Angebote tatsächlich ankommen, was im Alltag hilfreich ist und wo bei Kommunikation, Erreichbarkeit oder bestehenden Angeboten noch nachgebessert werden kann. Damit können Bürgerinnen und Bürger unmittelbar dazu beitragen, den Hitzeschutz der Stadt aus der Alltagsperspektive weiterzuentwickeln.
Die Stadt lädt dazu ein, die eigenen Erfahrungen aus dem Sommer 2026 einzubringen. Die Teilnahme ist freiwillig und dauert nur wenige Minuten.
Die Online-Umfrage und weitere Informationen zur Beteiligung sind auf der städtischen Website unter www.offenbach.de/buergerbeteiligung sowie über die Mitreden-Plattform mitreden.offenbach.de der Stadt Offenbach erreichbar.
Die Stadt freut sich über Rückmeldungen aus unterschiedlichen Altersgruppen und Lebensbereichen. Ziel ist, möglichst konkret sichtbar zu machen, was die Menschen in Offenbach in diesem Sommer bei Hitze erlebt haben, was bereits funktioniert und wo für die kommenden Sommer angesetzt werden kann.
An der Online-Umfrage können alle Bürgerinnen und Bürger bis zum 25. Oktober 2026 über https://mitreden.offenbach.de oder dem direkten Link https://digitalisierungoffenbach.limesurvey.net/Hitzeschutz teilnehmen.


