Heusenstamm: Kelterfest der Konkordia lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher

Rund 30 Zentner Streuobstwiesen- und Tafeläpfel wurden von den Helfern verarbeitet. (Foto: ah)

Wenn die Apfelpresse auf Hochtouren läuft, der Duft von frisch zubereiteten Speisen über das Gelände zieht und an den Tischen angeregt erzählt und gelacht wird, ist wieder Kelterfest beim Gesangverein Konkordia Heusenstamm. Auch in diesem Jahr lockte die traditionelle Veranstaltung zahlreiche Besucher auf das Gelände des Obst- und Gartenbauvereins – und bei bestem Wetter passte einfach alles. Das Kelterfest ist längst ein fester Termin im Veranstaltungskalender und ein beliebter Treffpunkt für Freunde, Bekannte und Familien.


Das Gelände des Obst- und Gartenbauvereins bietet dabei nicht nur eine passende Atmosphäre, sondern auch ausreichend Schutz, sollte das Wetter einmal nicht ganz mitspielen. An diesem Tag konnte man sich darüber allerdings kaum Gedanken machen. Besonders gefragt war natürlich das flüssige Ergebnis der diesjährigen Apfelernte. Rund 30 Zentner Streuobstwiesen- und Tafeläpfel wurden von den Helfern verarbeitet. Daraus entstanden annähernd 1.500 Liter frischer Apfelsaft. Die Apfelpresse hatte entsprechend alle Hände beziehungsweise Maschinen voll zu tun. Anders als bei manch kleinerer Kelteraktion wird bei der Konkordia maschinell gearbeitet. Die Äpfel werden zunächst zerkleinert und anschließend gepresst. Der frisch gewonnene Saft wird direkt über einen Schlauch in große Kanister gepumpt. Für die Besucher bedeutete das: nicht nur vor Ort probieren, sondern den guten Tropfen auch gleich mit nach Hause nehmen. Davon machten viele Gäste gerne Gebrauch. Auffällig viele verließen das Fest mit einem gefüllten Kanister in der Hand. Wer nach einem oder zwei Gläsern auf den Geschmack gekommen war, konnte zwischen verschiedenen Mengen wählen – vom halben Liter bis hin zu drei Litern für den Vorrat zu Hause.

Doch nicht nur der Apfelsaft beziehungsweise Apfelwein lockte die Besucher an. Auch kulinarisch hatte das Kelterfest einiges zu bieten. Besonders beliebt war der frische Handkäse von Helmut Reitz, der aus rund 50 Kilogramm Quark hergestellt wurde. Auch seine Erbsensuppe erfreute sich großer Nachfrage und fand zahlreiche Abnehmer. Wer es lieber süß mochte, war an der großen Kuchentheke richtig. Die Auswahl an selbst gebackenen Kuchen war zunächst reichhaltig – allerdings hieß es auch hier: Wer zu spät kommt, hat weniger Auswahl. Bereits gegen 14 Uhr waren viele Kuchenstücke verkauft und von der einst üppigen Auswahl nur noch ein kleiner Rest übrig.

Trotz des großen Andrangs ging es beim Kelterfest gemütlich zu. Schließlich geht es bei dieser Veranstaltung nicht allein ums Essen und Trinken. Viele nutzen die Gelegenheit, alte Bekannte zu treffen, Freunde wiederzusehen und in entspannter Runde miteinander zu plaudern. Man nimmt sich Zeit, sitzt zusammen, genießt ein Glas frisch gekelterten Apfelsaft oder Apfelwein und lässt den Tag einfach auf sich zukommen. So zeigte sich auch in diesem Jahr, warum das Kelterfest der Konkordia ein Publikumsmagnet ist: Es verbindet regionale Tradition, gutes Essen und Trinken mit dem vielleicht wichtigsten Bestandteil eines gelungenen Festes – dem geselligen Beisammensein.

(Text: ah)