„CannabisCheck: Wissen. Einordnen. Entscheiden“ an der Friedrich-Ebert-Schule in Wiesbaden

Cannabis-Aktionstag „Cannabis-Check – Wissen. Einordnen. Entscheiden.“ (Foto: Stadt Wiesbaden)

Vor Kurzem nahmen fünf Klassen zum Übergang in die Ausbildung (BÜA-Klassen) am Cannabis-Aktionstag „Cannabis-Check – Wissen. Einordnen. Entscheiden.“ teil und beschäftigten sich dabei interaktiv mit verschiedenen Aspekten rund um Cannabis. Organisiert wurde der Aktionstag von der Fachstelle für Suchtprävention des Suchthilfezentrums und dem Gesundheitsamt Wiesbaden in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit.


Der Aktionstag im Rahmen der schulischen Suchtprävention soll Jugendlichen ermöglichen, sich altersgerecht und sachlich mit Risiken, rechtlichen Fragen und eigenen Konsumentscheidungen auseinanderzusetzen. Cannabis begegnet Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf unterschiedliche Weise – in sozialen Medien, im Freundeskreis oder im Alltag. Doch was steckt hinter dem Konsum? Welche Fragen und Unsicherheiten entstehen dabei? Und wie können junge Menschen ihre eigenen Entscheidungen rund um Cannabis treffen? In einem zweistündigen Parcours setzten sich die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen an drei interaktiven Stationen mit unterschiedlichen Aspekten rund um Cannabis auseinander. Im Mittelpunkt standen unter anderem Wirkung und Risiken von Cannabis, die zum Zeitpunkt des Aktionstags geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen, Safer Use sowie Alternativen zum Konsum.

Zum Abschluss beschäftigten sich die Jugendlichen mit der fiktiven Geschichte „Wenn Finn kifft“. Anhand verschiedener Situationen diskutierten sie mögliche Vor- und Nachteile und entschieden, wie Finn handeln könnte. So konnten die Jugendlichen erleben, dass Entscheidungen unterschiedliche Folgen haben können und ihre eigene Haltung zum Thema reflektieren.

„Wir können Jugendlichen die Entscheidung nicht abnehmen, ob und wie sie mit Cannabis umgehen. Unser Ziel ist es deshalb, ihnen verlässliche Informationen zu geben, Risiken sichtbar zu machen und sie darin zu bestärken, selbstbestimmte und für sie passende Entscheidungen zu treffen“, so Melanie Zeinali von der Fachstelle für Suchtprävention und Teresa Müller vom Gesundheitsamt Wiesbaden.

Die interaktive Gestaltung des Aktionstags stieß bei den Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften und der Schulsozialarbeit auf positive Resonanz. Die verschiedenen Methoden ermöglichten einen offenen Austausch und sorgten zugleich für eine abwechslungsreiche und lebendige Auseinandersetzung mit dem Thema Cannabis.

Auch die Schulsozialarbeit sieht einen wichtigen Mehrwert darin, Jugendlichen einen geschützten Raum für die Auseinandersetzung mit dem Thema zu bieten. „Jugendliche brauchen keine vorgefertigten Antworten, sondern verlässliche Informationen, Raum für Fragen und die Möglichkeit, sich eine eigene Meinung zu bilden. Der „CannabisCheck“ hat genau diesen Raum geschaffen. Für mich als Schulsozialarbeiterin ist es wichtig, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, offen und ohne Vorurteile über Cannabis zu sprechen“ äußert sich Sarah Theresa Gallas über den Aktionstag.

Weitere Wiesbadener Berufsschulen, die Interesse an einem Cannabis-Aktionstag haben, können sich gerne an die Fachstelle für Suchtprävention des Suchthilfezentrums oder das Gesundheitsamt Wiesbaden wenden. Kontakt: Telefon (0611) 316784, E-Mail: gesundheitsfoerderung@wiesbaden.de, oder Suchthilfezentrum Wiesbaden, Fachstelle für Suchtprävention, Telefon (0611) 9004870, E-Mail melanie.zeinali@jj-ev.de, https://www.jj-ev.de/startseite.

(Text: PM Landeshauptstadt Wiesbaden)