Nebelsprühanlagen sollen ab 2027 für Abkühlung an heißen Tagen sorgen
Nach den Erfahrungen des zurückliegenden Rekordsommers will die Stadt Offenbach schon im nächsten Jahr zusätzliche Orte zum Abkühlen und Erfrischen in der Innenstadt schaffen. „Wir beabsichtigen sogenannte Nebelduschen aufzustellen. Diese zum Teil mobilen Elemente können an unterschiedlichen Stellen, zum Beispiel auf dem Marktplatz oder auf dem Aliceplatz, zum Einsatz kommen – also überall dort, wo sich Hitze im Sommer besonders aufstaut und zu großen Belastungen führt“, teilt Andreas Bruszynski, Dezernent für Planen und Bauen mit. „Aufgrund der finanziellen Lage der Stadt sind wir für dieses Vorhaben auf Fördermittel angewiesen. Deshalb bitten wir die Stadtverordneten um Zustimmung, einen entsprechenden Förderantrag beim Land Hessen zu stellen“, so Bruszynski weiter.
Insgesamt rechnet die Stadt mit Kosten von 330.000 Euro. Nur 30.000 Euro müsste die Stadt selbst zahlen, wenn sie eine Förderung durch das Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ erhält. Das Vorhaben ist einer von mehreren Bausteinen der „Grünen Mitte“ – einem Schlüsselprojekt des Offenbacher Zukunftskonzept für die Innenstadt, durch das mehr Grün- und Freiräume im Projektgebiet entstehen sollen.
Wenn Innenstädte im Hochsommer unerträglich heiß werden, meiden Menschen den Aufenthalt im Freien, was auch dem lokalen Handel und der Gastronomie schadet. Kühle Orte machen Plätze und Einkaufsstraßen wieder attraktiver und beleben den öffentlichen Raum.
Nebelduschen zerstäuben Wasser und schaffen auf kleinem Raum effektive Abkühlung. Sie binden Staub, Schmutzpartikel sowie Pollen aus der Luft und reduzieren diese spürbar im Nahbereich. Das kommt auch Allergikern zugute. Sie sorgen auf stark versiegelten Flächen für angenehme Verdunstungskälte. Da große Hitze besonders für ältere Menschen, kleine Kinder, Schwangere oder chronisch Kranke eine Belastung sind, bieten solche Einrichtungen eine niedrigschwellige Soforthilfe beim Aufenthalt im Freien.
Im Vergleich zu massiven technischen Klimatisierungen arbeiten moderne Nebelduschen sehr energieeffizient, da sie im Wesentlichen nur Wasser und minimalen Strom für Pumpen benötigen. Zudem lässt sich der Wasserverbrauch durch Intervallschaltungen oder Sensoren präzise steuern und weiter verringern. So kann durch eine Programmierung beispielsweise sichergestellt werden, dass die Geräte nur bei Hitze-Warnstufen laufen – oder wenn sich Personen unmittelbar davor aufhalten.
Mehr Informationen zum Zukunftskonzept Innenstadt
Deutsche Innenstädte stecken infolge des zurückgehenden Einzelhandels in einem harten Umbruch. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Offenbach bereits 2020 gemeinsam mit den Offenbacherinnen und Offenbachern, dem IHK-nahen Verein Offenbach offensiv sowie den Planern des Büros urbanista ein Zukunftskonzept für die Innenstadt entwickelt – ein Konzept, das mittlerweile 16 Projekte umfasst. Ziel ist es, wie Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke betont, den verbliebenen Handel zu stärken und neuen Handel zu ermöglichen. Weil es aber nicht mehr so werden wird wie früher, sollen auch völlig neue Anlässe geschaffen werden, um in die Innenstadt zu kommen. Die 16 Projekte des Zukunftskonzept Innenstadt sind deshalb bewusst unterschiedliche Angebote, um das Herz der Stadt als einen einladenden und lebendigen Ort zu erhalten. Mehr als die Hälfte der Projekte befindet sich bereits in Umsetzung. Mit voller Kraft gestaltet die Stadt Offenbach den Wandel – gemeinsam mit zahlreichen innerstädtischen sowie externen Akteuren. Gemeinsam möchten wir die Stadtmitte liebenswert machen.
Weitere Infos online unter www.offenbach.de/zukunft-innenstadt
(Text: PM Stadt Offenbach)

