
Hunde, Katzen und sogar einige Brieftauben standen im Mittelpunkt einer besonderen Andacht an der Kirche St. Thomas Morus in Obertshausen. Wie jedes Jahr hatte Pfarrer Norbert Hofmann zur Tiersegnung eingeladen. Zahlreiche Besitzer kamen mit ihren tierischen Begleitern, um für sie den Segen zu erbitten und gemeinsam ein Zeichen der Wertschätzung für die Tiere zu setzen.
Im Mittelpunkt der Andacht stand der heilige Franz von Assisi, der als Schutzpatron der Tiere gilt. Pfarrer Hofmann erinnerte an dessen besondere Verbundenheit mit der Schöpfung und an die Überlieferung vom gezähmten Wolf von Gubbio. Auch Franz von Assisis berühmter Sonnengesang zeuge von seiner tiefen Liebe zur Natur und ihren Geschöpfen. Diese Haltung sei gerade heute von großer Bedeutung, betonte Hofmann. Tiere seien keine beliebig verfügbaren Dinge, sondern Mitgeschöpfe, für die Menschen Verantwortung trügen. Wer ein Tier bei sich aufnehme, übernehme zugleich die Aufgabe, für dessen Wohlergehen zu sorgen. Zugleich rief der Pfarrer dazu auf, die gesamte Schöpfung als Gabe Gottes zu achten und zu bewahren.
In Gebeten und Fürbitten baten die Teilnehmer um Schutz vor Krankheiten und Gefahren sowie um Freude an ihren tierischen Gefährten. Anschließend wurden die Tiere gesegnet. Die besondere Atmosphäre machte deutlich, wie eng für viele Menschen die Beziehung zu ihren Haustieren ist.
Ein außergewöhnlicher Anblick boten die Brieftauben, die ebenfalls zur Segnung gekommen waren. Nach der Andacht wurden sie freigelassen und machten sich auf den Heimweg. So wurde die Tiersegnung nicht nur zu einem Moment der Besinnung, sondern auch zu einem lebendigen Zeichen für die Verbundenheit von Mensch, Tier und Schöpfung.
(Text: ah)
