Dotzheimer Straße in Wiesbaden nach Sanierung früher als geplant freigegeben

Im Bild (v.l.): Jan Schöffner (Tiefbau- und Vermessungsamt), Verkehrsdezernent Marc Dahlen, Bauleiter Daniel Fäth und Lars Jauernik (Tiefbau- und Vermessungsamt). (Foto: Stadt Wiesbaden)

Die Fahrbahnsanierung der Dotzheimer Straße ist abgeschlossen. Verkehrsdezernent Marc Dahlen hat die Straße am Donnerstag, 22. Oktober, wieder für den Verkehr freigegeben. Die Arbeiten konnten bereits nach sechseinhalb Wochen beendet werden – anderthalb Wochen früher als ursprünglich geplant.


„Wir haben acht Wochen eingeplant und waren nach sechseinhalb Wochen fertig. Das ist eine starke Leistung, gerade bei den anspruchsvollen Bedingungen, die wir hier hatten“, sagte Dahlen beim Pressetermin an der Ecke Dotzheimer Straße/Klarenthaler Straße. „Wir geben Gas. Ich bin stolz darauf, ein so engagiertes Team zu haben. Mein besonderer Dank gilt Bauleiter Daniel Fäth und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich richtig reingekniet haben.“

Insgesamt wurde die Fahrbahn auf rund 2.600 Quadratmetern erneuert und etwa 1.300 Tonnen Asphalt in verschiedenen Schichten eingebaut. Auf einer Fläche von 1.300 Quadratmetern kam eine sogenannte halbstarre Bauweise zum Einsatz. Dafür wurde auch das vorhandene Basalt-Kopfsteinpflaster ausgebaut.

Hintergrund der Sanierung waren massive Hitzeschäden aus dem Juli 2025. Damals hatten sich Teile des Asphalts um bis zu 24 Zentimeter verformt. Besonders im Bereich der Busspuren wirken hohe Brems- und Schubkräfte auf die Fahrbahn. Zugleich setzen hohe Temperaturen dem Material zu. Mit der halbstarren Bauweise soll die Fahrbahn diesen Belastungen künftig besser standhalten. Das Verfahren verbindet ein tragfähiges Korngerüst mit einer mineralisch gebundenen Füllung und macht die Oberfläche widerstandsfähiger. „Wir haben nicht einfach nur den Schaden repariert. Wir haben gezielt eine Lösung umgesetzt, die den besonderen Belastungen an dieser Stelle besser gerecht wird. Das ist nachhaltige Infrastrukturarbeit“, betonte Dahlen.

Der Bauablauf stellte alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Die Verkehrsführung musste so organisiert werden, dass die Einschränkungen für den Individualverkehr und den öffentlichen Nahverkehr möglichst gering blieben. Gleichzeitig waren die Platzverhältnisse auf der Baustelle beengt. Materialanlieferungen, Abtransport und die einzelnen Bauphasen mussten deshalb eng aufeinander abgestimmt werden.

Zusätzlichen Aufwand verursachte ein unerwarteter Fund unter dem Natursteinpflaster: Dort kam hoch belasteter teerhaltiger Asphalt zum Vorschein, der fachgerecht ausgebaut und vorschriftsgemäß entsorgt werden musste. Auch die erforderlichen Aushärtezeiten der halbstarren Deckenkonstruktion mussten in den Zeitplan integriert werden.

„Eine Baustelle dieser Größenordnung läuft nicht von allein. Es braucht gute Planung, kurze Abstimmungswege und Menschen, die gemeinsam Lösungen finden, wenn etwas anders kommt als erwartet“, sagte Dahlen. „Genau das ist hier gelungen. Trotz zusätzlicher Herausforderungen haben alle an einem Strang gezogen.“

Für den Verkehrsdezernenten ist die vorzeitige Freigabe auch ein Beispiel dafür, worauf es bei der Organisation von Baustellen ankommt. Nicht jede Baustelle lässt sich vermeiden. Umso wichtiger ist es, Maßnahmen gut vorzubereiten, Abläufe eng zu koordinieren und die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten. „Wir werden auch künftig sanieren und in unsere Infrastruktur investieren müssen. Aber wir müssen dabei die Belastungen für die Menschen so gering wie möglich halten. Wenn eine Baustelle früher fertig wird, ist das ein Gewinn für alle, die hier täglich unterwegs sind“, sagte Marc Dahlen. „Sechseinhalb Wochen statt acht, 2.600 Quadratmeter erneuert und eine widerstandsfähigere Fahrbahn geschaffen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Vielen Dank an alle Beteiligten – und weiter geht’s!“

(Text: PM Landeshauptstadt Wiesbaden)