50 Jahre Kinderschola St. Gallus Urberach: Ein emotionales Klassentreffen

Über 60 ehemalige Mitglieder der Kinderschola gestalteten den Jubiläumsgottesdienst. (Fotos: PS)

Beim Gottesdienst zum 50-jährigen Gründungsjubiläum der Kinderschola St. Gallus Urberach fiel oft der Begriff Klassentreffen. Diese Bezeichnung war durchaus passend, schließlich gestalteten über 60 frühere Sängerinnen und Sänger den Gottesdienst maßgeblich mit. 
Viel war auch die Rede von Hans Sterkel und dessen große Verdienste um die Schola. Der 2020 verstorbene Musiklehrer hatte sie 1976 ins Leben gerufen und 22 Jahre lang geleitet.


Mitte September waren ehemalige Mitglieder der Kinderschola zu einer unverbindlichen Probe zusammengekommen. Ein Orgateam hatte sich um die Vorbereitungen für den Jubiläumsgottesdienst gekümmert. Die Texte und Melodien sprudelten bei den Proben und natürlich auch beim Gottesdienst aus den Kehlen der Sängerinnen und Sänger, wie sie damals unter Hans Sterkel gesungen wurden. Zahlreiche Lieder aus den Anfangsjahren hatten die Organisatoren für den Jubiläumsgottesdienst ausgewählt. Geleitet wurde die Schola an diesem besonderen Tag von Wolfgang Behr, der schon von Anfang an in der Gitarrengruppe bei der Kinderschola dabei war.

Selbst die Predigt wurde von einem früheren Schola-Sänger gehalten. Lutz Siemes, mittlerweile Pfarrer in Lorsch, erinnerte in seiner mitreißenden Predigt an die Geschichte der Schola. Die freitägliche Probe sei ein Hotspot gewesen, wo sich alle versammelt haben. Siemes stimmte immer wieder Lieder an, in die Chor und Gottesdienstbesucher einstimmten.

Der damalige Pfarrer Dietmar Giebelmann und Hans Sterkel hatten sich 1976 Gedanken um Angebote für Kinder gemacht. Heraus kam der Kindergottesdienst und die Gründung der Schola, die Hans Sterkel aufbaute. Die früheren Schola-Sänger hatten im Vorfeld des Jubiläumsgottesdienstes mit Blumen und einem Liedgruß das Grab von Sterkel besucht. Seine Frau Renate war beim Jubiläumsgottesdienst dabei.

Im Laufe des Gottesdienstes wurden auch Erinnerungen an die Ausflüge der Kinderschola wach, die vor rund 20 Jahren aufgelöst wurde. Nach dem Gottesdienst gab es im Gemeindezentrum ein Zusammentreffen, bei dem über die alten Zeiten gesprochen und über viele Erinnerungen und Ereignisse geplaudert wurde. „Wir haben die Menschen erreicht, die wir erreichen wollten. Die früheren Scholakinder, Wegbegleiter der letzten 50 Jahre und viele Interessierte. Wenn da die Lieder gesungen wurden, ist es aus den Leuten richtig herausgesprudelt“, zogen die Mitglieder des Orgateams ein sehr positives Fazit des Jubiläumsgottesdienstes.

(Text: PS)