Die Frankfurter Altstadt heizt sich im Sommer stark auf. Das haben die hohen Temperaturen des Sommers erneut deutlich gemacht. Im Rahmen des Stadtverordnetenbeschlusses „Blühendes Band“ bringt die Stadt Frankfurt zusätzliches Grün in die Fahrgasse und Brauchbachstraße. Auch das Fischerplätzchen wird teilweise entsiegelt und begrünt. Wo Stromleitungstrassen eine Entsiegelung verhindern, kommen Pflanzkübel zum Einsatz.
In der Fahrgasse werden zwischen Fischerplätzchen und Braubachstraße auf rund 240 Metern 22 quadratische Pflanzkübel aus langlebigem Cortenstahl aufgestellt. Jeder Kübel hat eine Grundfläche von vier Quadratmetern. In der Braubachstraße kommen zwischen Neue Kräme und Fahrgasse auf einer Länge von etwa 290 Metern weitere 15 Kübel dazu. Sie stehen zum Teil auf Gehwegen, zum Teil werden Parkplätze umgewidmet.
Die Kübel werden mit klimaresilienten Baumarten wie Baum-Felsenbirne, Französischer Ahorn, Zierkirsche und Seidenbaum bepflanzt. Hinzu kommen Zwiebel- und Knollenpflanzen wie Herbst-Krokus, Herbst-Alpenveilchen und Narzissen sowie Steppen-Wolfsmilch, Purpurhenne und Steppensalbei.
Am Fischerplätzchen zwischen dem Mainufer und dem unteren Ende der Fahrgasse kann die Stadt eine kleine Fläche direkt entsiegeln und begrünen. Hier wird ein Ginkgo-Baum gepflanzt und durch bodendeckende Pflanzen ergänzt. Das Fischerplätzchen ist wegen seiner Außengastronomie beliebter Treffpunkt für Frankfurterinnen und Frankfurter sowie Touristen und Touristinnen.
„Natürlich lösen wir mit den Arbeiten nicht das grundsätzliche Problem der stark versiegelten Altstadt. Dafür brauchen wir langfristig mehr entsiegelte Flächen und mehr Platz für Bäume und Grün. Aber jeder Quadratmeter Grün zählt, gerade dort, wo unterschiedliche Nutzungsinteressen aufeinandertreffen“, sagt Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez.
Das Grünflächenamt hat die Maßnahme eng mit dem Amt für Straßenbau und Erschließung, dem Straßenverkehrsamt, dem Stadtplanungsamt sowie weiteren Ämtern und Projektbeteiligten abgestimmt. Die Arbeiten sollen bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten liegen bei rund 550.000 Euro.
(Text: PM Grünflächenamt Frankfurt)

