Fahrbahndeckenprogramm 2026: Stadt Wiesbaden investiert weiter in bessere Straßen

Symbolbild Bauarbeiten (Foto: Miguel Teirlinck auf Unsplash)

Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat 2026 rund 1,56 Millionen Euro in die Erneuerung von Fahrbahnen investiert. Letzte Maßnahme des Jahres ist die Sanierung der Rheinstraße. Sie soll voraussichtlich am Samstag, 7. November, abgeschlossen sein.


Mit dem Fahrbahndeckenprogramm verbessert die Stadt schrittweise den Zustand ihrer Straßen. In diesem Jahr wurden die Berliner Straße, die Barbarossastraße, die Pfortenstraße, die Oberbergstraße und die Salierstraße saniert. Die Arbeiten in der Rheinstraße laufen derzeit noch.

„Die Menschen sollen im Alltag merken, dass sich etwas verbessert. Gute Straßen bedeuten mehr Fahrkomfort, weniger Unebenheiten und eine zuverlässige Infrastruktur für alle, die in Wiesbaden unterwegs sind – ob mit dem Auto, dem Bus oder dem Fahrrad“, sagt Verkehrsdezernent Marc Dahlen. „Unser Ziel ist es, den Zustand unserer Straßen nachhaltig zu verbessern und Schäden möglichst frühzeitig zu beheben.“

Das Fahrbahndeckenprogramm ist ein wichtiger Bestandteil der städtischen Straßenunterhaltung. Straßen sollen saniert werden, bevor sich Schäden ausweiten und aufwendige und kostspielige Grundinstandsetzungen erforderlich werden. Ist der Unterbau noch ausreichend tragfähig, genügt es häufig, die oberen Asphaltschichten zu erneuern. Dabei werden in der Regel rund zehn Zentimeter Asphalt ausgetauscht: sechs Zentimeter Binderschicht und vier Zentimeter Deckschicht. Die darunterliegenden Schichten bleiben erhalten. Das hat folgende Vorteile: Die Arbeiten können vergleichsweise schnell durchgeführt werden, die Straßen sind früher wieder uneingeschränkt nutzbar und die Stadt kann mit den vorhandenen Mitteln mehr Straßenabschnitte instand halten. Sind dagegen tiefere Schichten beschädigt, kann dagegen eine grundhafte Erneuerung bis in eine Tiefe von rund 70 Zentimetern notwendig werden. Das ist deutlich aufwendiger und teurer.

„Wir wollen unsere Straßen erhalten, bevor aus kleineren Schäden große Probleme werden. Wer rechtzeitig saniert, spart langfristig Geld und sorgt dafür, dass die Menschen möglichst lange von intakten Fahrbahnen profitieren“, erklärt Dahlen.

Baustellen bringen vorübergehend Einschränkungen mit sich. Die Stadt plant die Maßnahmen deshalb so, dass sie zügig umgesetzt werden können und die Belastungen während der Bauzeit möglichst gering bleiben. „Natürlich bedeutet eine Baustelle zunächst einmal eine Einschränkung. Aber am Ende steht eine bessere Straße, die wir im Alltag alle nutzen. Wir arbeiten daran, die notwendigen Sanierungen so effizient wie möglich umzusetzen“, sagt Dahlen.

Der Sanierungsbedarf im Wiesbadener Straßennetz bleibt hoch. Für 2027 sind nach derzeitiger Planung drei Maßnahmen vorgesehen: in der Söhnleinstraße, in Alt-Auringen und in der August-Ruf-Straße.

Ab 2028 sollen zahlreiche weitere Straßenabschnitte folgen. Dazu gehören unter anderem der Loreleiring, die Kirschblütenstraße, die Äppelallee, die Nordenstadter Straße, die Medenbacher Straße (K 657), die Hagenauer Straße und die Straße der Republik. Hinzu kommen weitere Straßen in den östlichen und südöstlichen Stadtteilen sowie wichtige Verbindungen im übrigen Stadtgebiet.

Die bislang vorgesehenen Maßnahmen umfassen rund 66.600 Quadratmeter Fahrbahnfläche. Die geschätzten Kosten liegen bei knapp acht Millionen Euro. Dem steht ein reguläres Jahresbudget von etwa einer bis 1,5 Millionen Euro gegenüber. Der Bedarf ist damit deutlich höher als die verfügbaren Mittel. Die Umsetzung der Maßnahmen hängt damit von den künftigen Haushaltsmitteln ab. Die Stadt prüft deshalb zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten, unter anderem über das Sonderkonjunkturprogramm.

„Jeder rechtzeitig sanierte Straßenabschnitt ist ein Gewinn für die Menschen in unserer Stadt. Wir müssen deshalb kontinuierlich in unsere Straßen investieren, statt Schäden immer größer werden zu lassen. Dafür brauchen wir eine verlässliche Finanzierung“, betont Dahlen.

(Text: PM Landeshauptstadt Wiesbaden)