Schulessen im Landkreis Darmstadt-Dieburg

(Grafik: LaDaDi)

Umfrage zeigt Fortschritte und Verbesserungsbedarf

Wie zufrieden sind Schülerinnen und Schüler mit ihrem Mittagessen? Was schmeckt, was könnte besser werden? Antworten darauf liefert eine Online-Umfrage des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Zwischen dem 27. April und dem 22. Mai 2026 beteiligten sich 2.450 Menschen. Neu bei dieser Umfrage war, dass die Teilnehmenden ihre Erfahrungen, Wünsche und Anregungen zusätzlich in Freitextantworten schildern konnten – das haben 1.095 gemacht. Das Ergebnis fällt positiv aus, wie bereits bei der letzten Erhebung 2023: Im Großen und Ganzen sind die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern mit der Verpflegung an den Schulen zufrieden.


Täglich werden an den Schulen im Landkreis rund 6.000 Mittagessen ausgegeben. An der Befragung konnten sich sowohl Schülerinnen und Schüler beteiligen, die regelmäßig in der Mensa essen, als auch diejenigen, die das Angebot selten oder gar nicht nutzen. So konnten nicht nur Erfahrungen mit dem bestehenden Angebot ausgewertet, sondern auch Gründe erfasst werden, warum Schülerinnen und Schüler die Mensa selten oder gar nicht nutzen.

Mehr Zufriedenheit – aber deutliche Unterschiede

Bei mehreren Cateringunternehmen, die bereits bei der ersten Befragung 2023 beteiligt waren, haben sich einzelne Bewertungen verbessert. An manchen Standorten wurden Aussehen, Geschmack und Portionsgrößen besser bewertet als drei Jahre zuvor. Bei einzelnen Anbietern äußerten sich mehr als drei Viertel der Befragten positiv zu Geschmack und Aussehen. Auch die digitalen Bestell- und Abrechnungssysteme erhielten vielfach gute Bewertungen.

Die Bewertungen fallen je nach Schulstandort und dort eingesetztem Cateringunternehmen unterschiedlich aus. Besonders häufig wünschten sich die Befragten größere oder flexiblere Portionen. Genannt wurden außerdem mehr vegane Angebote, früher verfügbare Speisepläne, kurzfristigere Abbestellmöglichkeiten, einfachere Bezahlwege sowie Erinnerungen bei niedrigem Guthaben.

„Schulessen muss schmecken, satt machen und im Alltag funktionieren. Die Rückmeldungen zeigen uns sehr konkret, was an einzelnen Schulen gut läuft und wo es Probleme gibt. Genau dort müssen wir mit Schulen und Caterern genauer hinschauen und prüfen, was sich praktisch verbessern lässt“, sagt Schuldezernent und Vize-Landrat Lutz Köhler.

Rückmeldungen fließen in Gespräche mit Caterern ein

Der Landkreis wertet die Ergebnisse standort- und anbieterbezogen aus und wird sie mit den jeweiligen Schulen und Cateringunternehmen besprechen. Umsetzbare Verbesserungsvorschläge sollen dabei aufgegriffen werden.

Kritik gab es auch an Wechseln der Cateringunternehmen. Diese lassen sich nicht immer vermeiden, weil der Landkreis die Schulverpflegung regelmäßig öffentlich ausschreiben muss. Um häufige Wechsel möglichst zu begrenzen, werden bereits heute längere Vertragslaufzeiten mit Verlängerungsoptionen genutzt.

„Die Bewertungen sind auch bei der zweiten Umfrage insgesamt gut ausgefallen. Dennoch sind uns die Rückmeldungen wichtig. Denn wer täglich in der Mensa isst, weiß am besten, was funktioniert und was nicht“, erläutert Sven Hartnagel, Fachgebietsleiter für Ausstattung an Schulen, Schulverpflegung beim Landkreises Darmstadt-Dieburg.

Die Umfrage zur Schulverpflegung wurde 2023 erstmals durchgeführt und soll regelmäßig wiederholt werden. So kann der Landkreis Entwicklungen über einen längeren Zeitraum verfolgen und Rückmeldungen von Schülerinnen, Schülern und Familien kontinuierlich einbeziehen.

(Text: PM Landkreis Darmstadt-Dieburg)