Schnelle, unbürokratische Hilfe nach den Ausschreitungen in Frankfurt

Frankfurt (Foto: pxel_photographer auf Pixabay)

Stadt unterstützt den Einzelhandel und will Vertrauen in die Innenstadt stärken

Am Samstag, 31. Oktober, ist es in Frankfurt am Rande des „Gen Z regelt“-Protesttags zu schweren Ausschreitungen gekommen. Es kam zu Plünderungen, Sachbeschädigungen und Angriffen auf Einsatzkräfte. Während die Ermittlungen auf Seiten von Polizei und Justiz laufen, lud die Stadt Frankfurt am Montag, 2. November, Vertreterinnen und Vertreter des lokalen Einzelhandels zu einem Gespräch in den Römer ein.


„Die Bilder, die wir alle in der Nacht auf Sonntag gesehen haben, waren schockierend und haben mich wütend und fassungslos gemacht. Die blinde Zerstörungswut Einzelner hat am Ende zahlreiche Einzelhändlerinnen und Einzelhändler getroffen. Ich war bereits am Sonntag in der Innenstadt vor Ort, um mit einigen von ihnen ins Gespräch zu kommen. Wir als Stadt Frankfurt werden dort schnell und unbürokratisch helfen, wo Hilfe benötigt wird“, sagte Oberbürgermeister Mike Josef.

Am Gespräch im Römer nahmen neben Sven Rohde, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Hessen (HVH) und HVH-Präsident Jochen Ruths auch unmittelbar betroffene Geschäftsinhaberinnen und Geschäftsinhaber sowie Vertreterinnen und Vertreter von Gewerbevereinen, Unternehmen, dem Einzelhandel und weiteren Interessenverbänden teil. Oberbürgermeister Josef und Ordnungsdezernent Martin-Benedikt Schäfer stellten in dieser Runde die vorgesehenen Unterstützungsmaßnahmen der Stadt vor.

Für die Regulierung der entstandenen Schäden sind zunächst die jeweils zuständigen Versicherungen zu kontaktieren. „Sollten die Schäden auf diese Weise nicht oder nicht ausreichend abgedeckt werden können, bieten wir an, dass das Stadtmarketing prüfen wird, ob wir seitens der Stadt eine finanzielle Unterstützung leisten können“, sagte der Oberbürgermeister weiter.

Für die Stadt Frankfurt steht neben der unmittelbaren Unterstützung der Betroffenen auch die Aufgabe im Mittelpunkt, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Dazu gehört, die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen, im engen Austausch mit dem Handel zu bleiben und gemeinsam mit den zuständigen Sicherheitsbehörden zu prüfen, welche Maßnahmen notwendig sind, um das Sicherheitsgefühl in der Innenstadt nachhaltig zu stärken.

„Wir wollen, dass sich die Menschen in unserer Innenstadt sicher fühlen – diejenigen, die hier arbeiten und wirtschaften, genauso wie diejenigen, die zum Einkaufen oder zum Verweilen kommen. Deshalb werden wir die Betroffenen nicht nur bei der Bewältigung der unmittelbaren Schäden unterstützen, sondern auch daran arbeiten, das Vertrauen in unsere Innenstadt zu stärken“, sagte Ordnungsdezernent Schäfer.

Die Stadt wird in den kommenden Wochen und Monaten Kampagnen auf den Weg bringen, um dafür zu werben, bei den vielen attraktiven Einzelhändlerinnen und Einzelhändlern vor Ort einzukaufen. So wird das Stadtmarketing im laufenden Weihnachtsgeschäft dafür werben, direkt in der Frankfurter Innenstadt einzukaufen.

Beispiele für Kampagnen dieser Art sind etwa die aktuell laufende ADLER Shopping Week, die das Stadtmarketing gemeinsam mit Eintracht Frankfurt initiiert hat und die auf die Vielfalt des Frankfurter Einzelhandels aufmerksam macht. Auch für den 6. Januar, der in angrenzenden Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag ist, wird es eine entsprechende Kampagne geben.

„Der Handelsverband Hessen bedankt sich für die schnelle Kontaktaufnahme durch Oberbürgermeister Mike Josef und Ministerpräsident Boris Rhein und begrüßt die angekündigten Gespräche mit den betroffenen Händlerinnen und Händlern“, sagte Sven Rohde. Er betonte stellvertretend für den Verband, dass es neben einer unbürokratischen Härtefallregelung für besonders betroffene Unternehmen auch eine Prüfung nachweisbarer zusätzlicher Belastungen geben müsse. Zu diesen zählten etwa notwendige Sicherheitsmaßnahmen und erhebliche Umsatzverluste.

(Text: PM Stadt Frankfurt)