Polizei in Darmstadt zieht “rollende Zeitbombe” aus dem Verkehr

(Symbolfoto: FsHH auf Pixabay)

Beamte der Verkehrsinspektion Südhessen haben am gestrigen Dienstag (3.) bei einer Kontrolle einen osteuropäischen LKW in Darmstadt aus dem Verkehr gezogen und damit sicherlich Schlimmeres verhindert. Die Kontrolleure leiteten gegen 15.30 Uhr den mit Metallschrott beladenen Camion aufgrund schon von außen sichtbaren Mängeln auf das Gelände der Autobahnpolizei im Pupinweg.


Bereits bei einer ersten Sichtkontrolle stellte sich heraus, dass sich das Fahrzeug in einem desolaten Zustand befunden hatte. Der Rahmen war an mehreren Stellen gerissen und der Unterboden teilweise durchgebrochen. Teile der Bremse funktionierten nicht mehr und am Motor und dem Getriebe stellten die Polizisten einen starken Ölverlust fest. Zudem hatten die Spezialisten den Verdacht, dass der Fahrer die Federung der Hinterachse offenbar selbst zusammengebaut hatte. Um sämtliche Mängel feststellen und beweissicher dokumentieren zu können, geleiteten die Polizisten den Laster zu einer amtlichen Prüfstelle.

Dort machten sich vier Prüfer gleichzeitig daran, das Gefährt genau unter die Lupe zu nehmen. Ihr Fazit: 65 Mängel, davon sechs, die zur Verkehrsunsicherheit führten und einer, den die Fachmänner als gefährlich einstuften. Hinzu kamen noch 53 erhebliche und fünf geringe Mängel. Die Beamten der Polizei stellten das Fahrzeug mit Papieren und dem Schlüssel an Ort und Stelle sicher.

Der 67 Jahre alte Fahrer und die 20-Jährige Halterin werden sich nun in mehreren Ermittlungsverfahren verantworten müssen. Ihnen drohen Bußgelder im drei- bis vierstelligen Eurobereich.

(Text: PM PP Südhessen)