Niklas Knitter – Feuerwehrmann des Jahres

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Niklas Knitter mit seiner Urkunde

Ehrenamt wird geehrt

NEU-ISENBURG (PM). Mit einer Urkunde und einer kleinen Aufmerksamkeit bedankte sich Bürgermeister Herbert Hunkel bei Niklas Knitter. Er war im vergangenen Jahr an 128 Einsätzen von insgesamt 513 Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr Neu-Isenburg beteiligt.
„Niklas Knitter hat sich mit hohem persönlichem Engagement für die Allgemeinheit engagiert. Mit Kompetenz und großer Einsatzbereitschaft hat er als ehrenamtlich tätiger Freiwilliger Feuerwehrmann wesentlich dazu beigetragen, dass zuverlässige und schnelle Hilfe gewährt werden konnte. Darüber hinaus engagiert er sich bei der Jugendfeuerwehr und ist dort als Ausbilder aktiv. Für dieses vorbildliche Verhalten sprechen wir ihm unseren Dank und Anerkennung aus“, so Bürgermeister Herbert Hunkel. Damit Niklas Knitter nie „offline“ ist erhielt er eine Powerbank zum Aufladen seines Smartphones.
Niklas Knitter, geboren am 8. April 1999, freut sich sehr über die Auszeichnung als Feuerwehrmann mit den meisten Einsätzen in 2020, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass alle Einsätze immer Gemeinschafts- und Teamarbeit sind.

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Menschen retten, zur Not unter Einsatz des eigenen Lebens, Brände bekämpfen oder Türen öffnen, wenn der Funkmeldeempfänger losgeht, weiß Niklas Knitter nicht, was ihn erwartet. Es ist aber nicht der Nervenkitzel, der den jungen Mann umtreibt, sondern der Wunsch, anderen zu helfen. Im Alter von 10 Jahren (2009) tritt Niklas Knitter der Jugendfeuerwehr bei. Heute ist er selbst Ausbilder bei der Jugendfeuerwehr und gibt sein Wissen an den Nachwuchs weiter. Denn bei der Freiwilligen Feuerwehr in Neu-Isenburg wird die Jugend schon früh mit der Praxis vertraut gemacht: So stehen selbst für die Jüngsten schon technischen Hilfeleistungen, wie zum Beispiel das Anheben eines Autos mit Luftkissen, auf dem Stundenplan. Mit 17 Jahren wechselte Niklas Knitter in die Einsatzabteilung, denn in Hessen darf man ab diesem Alter Einsätze fahren. Sein erster großer Einsatz war der Fassadenbrand am Fachärztezentrum in der Friedhofstraße am 10. Oktober 2016. Er wurde direkt aus der Schule, leider nicht aus dem Unterricht, sondern aus einer Freistunde, angepiepst. Besonders bemerkenswert fand er seinen Silvesterbereitschaftsdienst am 31. Dezember 2020 – denn im Vergleich zu den vergangenen Jahren gab es keinen einzigen (!) Notfall. Obwohl er mit großer Leidenschaft und Engagement Feuerwehrmann ist, hat er nicht vor, sein Hobby zum Beruf zu machen – seit dem Wintersemester 2017/2018 studiert er an der Goethe-Universität in Frankfurt Physik.