Erleichterung bei Mitarbeitern und Kunden über Friseur-Wiedereröffnung

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Seit dem 1. März hat Murmann Friseur am Franz-Gruber-Platz wieder geöffnet. Mitarbeiter und Kunden sind erleichtert, dass die seit Mitte Dezember andauernde Zwangspause vorüber ist. (Foto: PS)

EPPERTSHAUSEN (PS) – Seit dem 1. März haben die Friseure wieder geöffnet. Die Erleichterung bei vielen Kunden ist groß, der Andrang ebenfalls. Auch bei Murmann Friseur & Kosmetik am Franz-Gruber-Platz.

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Am 10. Februar wurde bei den Bund-Länder-Beratungen beschlossen, dass die Friseurläden ab dem 1. März wieder öffnen dürfen. An den 11. Februar kann sich Sandra Murmann sehr gut erinnern: „Es waren an dem Tag bestimmt 200 E-Mails und über 100 Anrufe.“ Der März war nach drei, vier Tagen komplett ausgebucht. Kein Wunder, hatten die Friseure doch seit dem 15. Dezember geschlossen. Deutlich länger als im ersten Lockdown im Frühjahr vergangenen Jahres. „Es war eine große Freude“, erinnert sich Erika Murmann, die unter anderem die Kunden an der Rezeption empfängt und die Termine managt, an den Eröffnungstag. Dass der auf einen Montag, dem eigentlich heiligen Friseur-Ruhetag fiel, zeigt allein schon, dass man sich in besonderen Zeiten befindet. Man sei bei der Eröffnung ob der Vorfreude sogar richtig aufgeregt gewesen, verrät Erika Murmann. Die dankbaren Kunden brachten teilweise sogar kleine Geschenke mit. Normalerweise gibt es im Friseurladen der Murmanns 14 Plätze. Aufgrund der Abstandsregeln sind im eigentlichen Friseurgeschäft derzeit nur sieben Plätze nutzbar. Allerdings hat man im Kosmetikbereich, der für seine eigentliche Bestimmung noch geschlossen bleibt, übergangsweise weitere Plätze eingerichtet. „So können wir relativ normal arbeiten“, so Erika Murmann. So muss das Team nicht auf Schichtarbeit umsteigen, wie das teilweise Kollegen tun.

Seit dem 1. März hat Murmann Friseur am Franz-Gruber-Platz wieder geöffnet. Mitarbeiter und Kunden sind erleichtert, dass die seit Mitte Dezember andauernde Zwangspause vorüber ist. (Foto: PS)

Groß ist die Freude auch bei den Kunden. „Die Erleichterung ist sehr groß“, meinte etwa Michael Rendisch am Dienstag bei seinem Friseurbesuch schmunzelnd. „Auch wenn es das Homeoffice etwas leichter macht, da man nicht so viele Leute sieht“, so der Münsterer. Die Möglichkeit eines Friseurbesuchs ist dann doch ganz schön. Kurz vor dem zweiten Lockdown Mitte Dezember war Michael Rendisch zum vorerst letzten Besuch bei den Murmanns. Natürlich sei es nach dem zweiten Lockdown nicht ganz einfach gewesen, zur Terminvergabe durchzukommen. Auch deshalb holte er sich am Dienstag gleich den nächsten Termin für in ein paar Wochen.

An die Vielzahl der Bestimmungen haben sich die Murmanns und ihr Team längst gewöhnt. Handdesinfektion, Desinfektion der Arbeitsgeräte, Trennscheiben unter anderem an der Rezeption und zwischen den Plätzen, an denen die Kunden die Haare gewaschen bekommen, sind Beispiele. Drei Meter Abstand wird zwischen den Kunden derzeit eingehalten. Da der Kosmetikbereich momentan mitgenutzt werden kann, gibt es keine Platzprobleme. An schönen Tagen dient manchmal auch der Innenhof als Wartebereich.

Strenge Corona-Vorgaben gelten auch für die Friseure: Die Murmanns haben unter anderem in verschiedenen Bereichen Trennscheiben installiert. (Foto: PS)

Friseurmeister Björn Murmann ist ebenfalls froh, wieder arbeiten zu dürfen und hofft, dass es zu keiner erneuten Schließung der Friseurläden mehr kommt. Das neunköpfige Team war in Kurzarbeit, nun legt man wieder mit Volldampf los. „Es ist schon etwas anderes als in normalen Zeiten“, sagt Björn Murmann. Dass man die Kunden hinter der Maske nicht sieht, sei gewöhnungsbedürftig und macht die Arbeit nicht unbedingt leichter. „Von der Welt, wie ich sie mir vorstelle, sind wir noch weit entfernt.“ Murmann sehnt den Tag herbei, wenn er auch mal wieder ein Kundenlächeln sehen kann. Bis zu einer maskenfreien Nach-Corona-Zeit wird es aber wohl noch etwas dauern.