Keine Ausweitung des Wechselunterrichts an Offenbacher Schulen

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Foto: Pixabay

OFFENBACH (PM) – Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 werden am kommenden Montag, 22. März, nicht wie vorgesehen, vom Distanz- auf den Wechselunterricht umsteigen. Der Unterricht findet weiterhin von Zuhause aus statt.

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Dies teilt der Offenbacher Verwaltungsstab als Ergebnis der Beratungen am Dienstagnachmittag mit. Die Entscheidung wurde in Abstimmung mit dem Kreis Offenbach getroffen. Auch der Kreis Offenbach verzichtet auf diesen vom Land geplanten Öffnungsschritt, der vorsieht, dass Schülerinnen und Schülern ab Jahrgangsstufe 7 (Abschlussklassen ausgenommen) noch vor Ostern bis zum Gründonnerstag Wechselunterricht zu ermöglichen und an mindestens einem Tag pro Woche Präsenzzeit anzubieten. Voraussetzung für den Schritt vom Distanz- zum Wechselunterricht ist eine stabile Infektionslage. Die steigende Inzidenz in Offenbach, die weit über 100 bei aktuell 175,8 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt, erlaubt die geplante weitere Öffnung an Offenbacher Schulen nicht. Das Vorgehen haben Stadt und Kreis Offenbach mit dem Land Hessen abgestimmt.

„Bisher funktioniert der eingeschränkte Schulbetrieb mit Abstands- und Hygieneregeln gut. Es wurden Schutzmaßnahmen getroffen und es sind nur wenige Schülerinnen und Schüler in den Klassen, die anderen nehmen von Zuhause am Unterricht teil. In Schulen könnten sich Infektionen aber sehr schnell verbreiten. Bisher war das nicht der Fall. Damit es in den Schulen nicht noch voller wird, möchten wir durch eine weitere Öffnung kein Risiko eingehen. Dies wäre der Fall, wenn jetzt wieder mehr Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg und in den Klassen zusammenkommen“, erläutert Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß. „Wir stellen einen signifikanten Anstieg von Infektionen in den jüngeren Altersgruppen fest, besonders bei den Jugendlichen von 15 bis 19 Jahren. Mit unserer Entscheidung wollen wir den guten Status Quo an den Schulen halten und vorerst noch keine zusätzlichen Schülerinnen und Schüler in den Präsenzunterricht schicken. Es ist eine Vorsichtsmaßnahme aufgrund der steigenden Inzidenz. Nach der Auswertung der Tests, die das Gesundheitsamt durchgeführt hat, sind nach aktuellem Stand keine Infektionen in der Schule übertragen worden. Das zeigt, dass die Maskenpflicht und der Wechselunterricht grundsätzlichen gut funktionieren. Die meisten stecken sich im privaten Bereich an“, ergänzt Gesundheitsdezernentin Sabine Groß.

Für die Schülerinnen und Schüler in Offenbach gilt bis zu den Osterferien:

• Klasse 1 bis 6: Wechselunterricht plus Notbetreuung

• ab Klasse 7: Distanzunterricht mit Ausnahme der Abschlussklassen

• Abschlussklassen (inklusive Q2): Präsenzunterricht