Rund um den Burgweiher in Dreieichenhain wird es grüner – Verkehrssicherheit mit Pflanzung sichergestellt

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DREIEICH (PM) Seit dem 8. März war der Gehweg rund um den Dreieichenhainer Burgweiher gesperrt. Der Grund war die Empfehlung des Gemeindeversicherers, die Verkehrssicherheit des Gewässers durch geeignete Maßnahmen zu verbessern. Diese wurden jetzt vom DLB umgesetzt und der Gehweg ist wieder geöffnet.

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Um den Zugang zur Absturzkante insbesondere für Kinder zu erschweren, wurden die bereits vorhandenen Pflanzflächen verbreitert und miteinander verbunden. Dabei wurden rund 60 Quadratmeter Gehwegfläche entsiegelt. Die neue Pflanzung besteht aus Alpen-Johannisbeeren und Purpur-Weiden. Die Weiden sollen sich über den Uferrand hängen und die Johannisbeeren als aufrechte Hecke eine Abgrenzung zum Weg schaffen. Beide Gehölze sind bienen- und vogelfreundlich. Weiterhin wurden passend zu den bereits vorhandenen Bäumen in der Fahrgasse auch entlang der Solmische-Weiher-Straße drei Kornelkirschen gepflanzt, die jetzt im zeitigen Frühjahr bereits blühen und ein Nahrungsangebot für Insekten bieten. Der provisorische Holzzaun in der Pflanzung wird wieder entfernt, sobald sich die Pflanzen entsprechend entwickelt haben und eine natürliche Barriere bilden. Für die Maßnahme wurden insgesamt 33.500 Euro investiert.

Am Burgweiher werden die Bereiche am Überlaufbauwerk und an der Anglertreppe weiterhin vorübergehend abgesperrt. Hier wird aktuell eine Zaunanlage beziehungsweise ein Geländer von einem renommierten Architekten in enger Absprache mit der Unteren Denkmalbehörde und dem Geschichts- und Heimatverein entworfen, damit sich die Anlage harmonisch in das Gesamtensemble einfügt. Bis die Entwürfe vorliegen, genehmigt sind und die Maßnahme endgültig umgesetzt werden kann, wird noch einige Zeit vergehen. Bis dahin bleiben die Bereiche provisorisch abgesperrt.

Etwas schneller hingegen kann der Bereich am Ufer entlang dem Gehweg rund um die Burg gesichert werden. Hier ist eine Steinschüttung vorgesehen, die hauptsächlich unter der Wasseroberfläche liegt und somit die optische Erscheinung nicht beeinträchtigt. Zwischenzeitlich wurde das Wasser im Burgweiher wegen der Frühjahrsinstandsetzung der Fontaine abgelassen, was diesen Bereich zunächst mit entschärft hatte. Der Weiher hatte sich allerdings aufgrund von Niederschlägen schneller gefüllt als erwartet, sodass der Weg um die Burg nochmals vorübergehend gesperrt werden muss. Sobald die Steinschüttung hergestellt ist, kann auch dieser Bereich wieder freigegeben werden. Geplant ist eine Umsetzung der Maßnahme bis Anfang April.

„Wir wissen, dass einige Bürgerinnen und Bürger den Sicherungsmaßnahmen an den vier stehenden Gewässern in Dreieich kritisch gegenüberstehen. Sei es mit Blick auf die Kosten oder hinsichtlich der Ausführung“, sagt Bürgermeister Martin Burlon. „Wir alle wünschen uns, dass in Dreieich weiterhin kein tragisches Unglück wie seinerzeit in Nordhessen passiert, wo kleine Kinder wegen der fehlenden Möglichkeit, sich selbst wieder an das Ufer zu retten ertranken, da sie offenbar immer wieder von der künstlich befestigten Böschungsfläche abrutschen und ins Wasser zurücksanken. Die aktuell handelnden Personen der Stadt, auch ich persönlich, stehen daher in der Haftung, wenn sich herausstellen sollte, dass wir nicht alles uns Mögliche unternommen haben, entsprechende Gefahrenstellen zu beseitigen. Da uns die möglichen Gefahrenpotenziale durch unseren Versicherer konkret benannt wurden, müssen wir diese nun beseitigen. Wichtig war und ist dabei immer die ausgewogene Abwägung zwischen der Notwendigkeit und den Kosten. Besonders freut es mich, dass es am Burgweiher mit dem eingesetzten Geld gelingt, mehr Sicherheit mit mehr Grün, mehr Bäumen und einer entsprechenden Entsiegelung zu kombinieren. Die Vorfreude auf die einmal mächtig blühenden Randstreifen lassen die Zeiten mit den provisorischen Geländern sicher später schnell vergessen.“