Tipps gegen soziale Isolation und Einsamkeit durch Corona

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Foto: pixabay

BERLIN (PM) – Soziale Isolation und Einsamkeit sind negative Stressfaktoren mit erheblichem Gesundheitsrisiko. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) gibt Tipps, wie ältere und pflegebedürftige Menschen unterstützt werden können, um sozialer Isolation und Einsamkeitsgefühlen entgegenzuwirken.

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Positive soziale Kontakte fördern die psychische und körperliche Gesundheit – und helfen, Krankheit und Pflegebedürftigkeit besser zu bewältigen. Mit dem Alter steigt das Risiko für soziale Isolation. Die derzeitigen Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie stellen hierbei zusätzliche Risikofaktoren dar. Laut Auswertungen des Deutschen Alterssurvey fühlen sich deutlich mehr Menschen hierzulande einsam als vor der Pandemie. Das gilt auch für ältere Menschen. Außerdem könnten Pflegeheimbewohner durch die derzeitigen Kontaktbeschränkungen besonders betroffen sein, wie eine aktuelle Studie des ZQP zeigt. Vor diesem Hintergrund bietet das ZQP auf www.pflege‑praevention.de Tipps zur sozialen Einbindung älterer pflegebedürftiger Menschen.

Viele der Anregungen sind niedrigschwellig und trotz pandemiebedingter Einschränkungen umsetzbar. „Kontakt- und Aktivitätsangebote, Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit sind zentrale Aspekte für die soziale Einbindung von älteren pflegebedürftigen Menschen“, so Daniela Sulmann, Bereichsleiterin und Pflegeexpertin im ZQP. „Wichtig ist etwa, dass das Telefon oder andere Kommunikationsmittel der pflegebedürftigen Person gut erreichbar und zu bedienen sind. Zudem sind feste Telefon- und Besuchstermine sowie regelmäßige Aktivitäten, etwa kleine Ausflüge machen, zusammen Zeitung lesen, Rätsel lösen oder kochen relativ einfache Möglichkeiten, soziale Einbindung zu fördern“, erklärt Sulmann.

Zum Hintergrund: Soziale Einbindung fördert die Gesundheit und bietet die Chance auf praktische und emotionale Unterstützung. Umgekehrt sind ungewollte soziale Isolation und Einsamkeitsgefühle psychisch sehr belastend und stellen erhebliche Gesundheitsrisiken dar. Folgen können zum Beispiel ein hohes Stressniveau durch Sorgen oder Angst, Schlafprobleme, Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein. Während soziale Isolation ein objektiver Zustand weniger sozialer Kontakte ist, ist Einsamkeit das subjektive Gefühl, allein zu sein. Es kann also auch auftreten, wenn jemand viele Kontakte hat – oder nicht auftreten, obwohl wenige Kontakte bestehen.