Gutes Zeugnis für kommunale Jobcenter in der Corona-Krise

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Foto: Pixabay

DARMSTADT-DIEBURG (PM) – Nach einem Jahr Corona-Pandemie zieht der Verwaltungswissenschaftler Prof. Dr. Frank Unger in einem Interview mit dem Hessischen Landkreistag und dem Hessischen Städtetag ein Resümee.

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Wie haben sich die Kommunalen Jobcenter unter den besonderen Rahmenbedingungen geschlagen? Welche Transformations- und Digitalisierungsprozesse hat die Krise beschleunigt? Wie verändern Homeoffice und stark reduzierte persönliche Kontakte die Integrationsarbeit der Jobcenter? Insgesamt seien die Institutionen der Arbeitsmarktförderung auch in der Pandemie auf hohem Niveau ihrem Auftrag, finanzielle Existenzsicherung zu gewährleisten und eine unvermindert aktive Beratungs- und Vermittlungstätigkeit aufrechtzuerhalten, „geräuschlos“ nachgekommen. Für Unger Ausdruck enormer Professionalität und besonderen Engagements, dem gesellschaftliche Wertschätzung gebühre.

Rosemarie Lück, Sozialdezernentin des LaDaDi, freut sich über das gute Zeugnis des Experten. „Auch wenn unsere Verwaltung bereits seit Mitte März 2020 weitestgehend für den Publikumsverkehr geschlossen ist, sorgt die KfB zuverlässig dafür, dass die Menschen notwendige und wichtige Unterstützung bei der Bestreitung des Lebensunterhaltes und der Arbeitsmarktintegration erfahren. Dies geschieht mit hohem Engagement und unter verstärktem Einsatz von Homeoffice und digitalen Angeboten.“ Roman Gebhardt, Leiter des Kommunalen Jobcenters, ergänzt: „Es hat sich gezeigt, dass eine generelle persönliche Vorsprache in den Jobcentern nicht in jedem Fall erforderlich ist. Häufig können diese durch Telefon- oder Videoberatung, per E-Mail oder durch aufsuchende Arbeit ersetzt werden. Dennoch wird der persönliche Kontakt auch künftig das zentrale Kommunikationsmittel im Jobcenter sein.“ Es komme vielmehr darauf an, die vielfältigen Möglichkeiten der Kommunikation individuell und wertschätzend zu nutzen.

Hintergrundinformationen

Prof. Dr. Frank Unger ist Inhaber des Lehrstuhls für Sozial-, Bildungs- und Verwaltungsmanagement an der Hochschule Fulda. Der 45-Jährige gilt deutschlandweit als einer der führenden akademischen Experten für Themen des Sozialgesetzbuchs II – vor allem hinsichtlich Management, Kommunikation und Integrationsförderung in Jobcentern. Seit vielen Jahren berät er unter anderem die Kommunalen Jobcenter in Hessen dabei, agile Verfahren in der Praxis zu implementieren, Digitalisierung umzusetzen und die Ausbildung von spezialisierten Nachwuchskräften zu professionalisieren. Prominentes Beispiel ist der Duale Studiengang Bachelor of Arts Soziale Sicherung, Inklusion, Verwaltung (BASS), welchen Prof. Unger in Fulda leitet.