Corona-Impfstoff geht nicht verloren

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DARMSTADT-DIEBURG (PM) – In den kreiseigenen Impfzentren in Pfungstadt und Reinheim bereitet man sich gewissenhaft mit der notwendigen Impfstoffmenge auf die täglichen Termine vor. Je nach Hersteller enthält ein Vakzin-Fläschchen jedoch eine unterschiedliche Anzahl an Dosen, die verabreicht werden können und nicht immer exakt der Terminanzahl entsprechen. Das erschwert die tägliche Kalkulation ebenso wie kurzfristige Absagen oder die gelegentlichen „No-Shows“ (engl.: „nicht-auftauchen“), also Personen, die nicht zum Termin erscheinen. So kommt es mitunter vor, dass Impfstoff übrig bleibt, nachdem die täglichen Termine absolviert sind.

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Bleiben ganze Fläschchen übrig, kann diese Impfstoffmenge problemlos wieder in die Terminvergabe fließen und steht somit allen registrierten Personen zur Verfügung. Bei einzelnen Dosen können die Impfteams auf die Nachrückerliste zurückgreifen, sodass vorhandene Vakzinreste nicht verworfen, sondern legal verimpft werden. Kombiniert und im Mittel melden die beiden Impfzentren täglich Restdosen im einstelligen Bereich, die unter den Nachrückern verteilt werden können.

„Wir sind froh, dass das Interesse in der Bevölkerung groß ist und verzeichnen immer wieder Anfragen von Privatpersonen“, bestätigt der zuständige Impfkoordinator Sebastian Strobl. „Sobald wir die Nachrückerliste für die Allgemeinheit öffnen, werden wir das breit und transparent kommunizieren und zwar mitsamt den zugrundeliegenden Maßgaben.“ Derzeit ist die Liste noch nach Berufsgruppen organisiert und enthält rund 2000 impfberechtigte Personen aus dem #LaDaDi, beispielsweise Einsatz- und Rettungskräfte. Diese sind naturgemäß sehr gut erreichbar und krempeln bei Bedarf kurzfristig die Ärmel hoch. „Somit schützen wir kritische Infrastruktur zum Wohle aller und können absolut sichergehen, dass wir die restlichen Dosen abends auch verimpfen“, sagt Landrat Klaus Peter Schellhaas. „Mit dieser Strategie haben wir bisher sehr gute Erfahrungen gemacht.“

Eine Öffnung der Liste in den nächsten Wochen ist nicht in Sicht und wird gegebenenfalls mit ausreichend Vorlauf kommuniziert. Nach den Impfungen in den stationären und teilstationären Einrichtungen laufen derzeit die ersten aufsuchenden Impfungen für nicht mobile und pflegebedürftige Menschen der Priorität 1 an. Auch die verstärkte Einbindung der Hausärzte in der Zeit nach Ostern ist vorgesehen und abhängig von den gelieferten Impfstoffmengen. Aktuelle Informationen werden bereitgestellt auf https://perspektive.ladadi.de.