Frankfurt trauert um einen bedeutenden Architekten und Mitarbeiter

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Jörg Husmann, Architekt und ehemalige Mitarbeiter der Stadt Frankfurt am Main, ist am Mittwoch, 12. Mai, im Alter von 81 Jahren verstorben.

Die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig hat die Nachricht von seinem Ableben mit großer Betroffenheit aufgenommen und spricht seinen Angehörigen im Namen der Stadt Frankfurt ihre Anteilnahme aus: „Jörg Husmann hat die bauliche Entwicklung der Frankfurter Kulturlandschaft entscheidend mitgeprägt. Seinem Organisationstalent und seiner effizienten Arbeitsweise verdanken wir die Umsetzung wichtiger Kulturstätten, die das Frankfurter Stadtbild bis heute bereichern und nicht mehr wegzudenken sind. Meilensteine wie das von Hilmar Hoffmann initiierte Museumsufer, die Kunsthalle Schirn oder die Alte Oper wären ohne sein Zutun nicht denkbar.“

Jörg Husmann wurde 1939 in Berlin geboren. Nach einem 1963 erfolgreich abgeschlossenem Studium an der Staatsbauschule in Frankfurt am Main arbeitete er in verschiedenen Architekturbüros, bevor er 1974 in die Frankfurter Stadtverwaltung wechselte. Als Mitarbeiter des Hochbauamtes war Husmann seit 1974 an der Entstehung zahlreicher für die Stadt wegweisender Kulturbauten beteiligt. In geschäftsführender Position wirkte er im Zeitraum von 1976 bis 1982 am Wiederaufbau der Alten Oper und der damit verbundenen Umgestaltung des Opernplatzes mit. In gleicher Funktion zeigte er sich für die Bauleitung des Museums für Kunsthandwerk, heute Museum Angewandte Kunst, und den Umbau der benachbarten Villa Metzler verantwortlich. Viele weitere städtische Projektgruppen verdanken seinem Wirken ihren erfolgreichen Abschluss: So etwa die Dom-Römerberg-Bebauung mit der Eröffnung der Schirn – Kunsthalle Frankfurt 1986, der Umbau des Bockenheimer Depots 1988 und des Frankfurter Schauspielhauses 1991 sowie die Renovierungsarbeiten in der Frankfurter Paulskirche von 1988 bis 1991 mit der Enthüllung des kolossalen Wandgemäldes „Der Zug der Volksvertreter zur Paulskirche“ des Berliner Malers Johannes Grützke.

Neben seinem beruflichen Engagement für die Stadt Frankfurt zeichnen Husmann zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten aus. Hierzu zählen insbesondere sein Wirken für die Hessische Architektenkammer, der er seit 1970 und in verschiedenen Ausschüssen angehörte.

(Text: PM)