Erhebung für den Mietspiegel 2022 startet: Planungsdezernent Josef bittet Bürgerschaft um Mitwirkung

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Schon in wenigen Wochen ist es soweit: Am 1. Juli beginnt die Befragung der Frankfurter Bürgerschaft für die Erstellung des Mietspiegels 2022. Aus allen Frankfurter Haushalten wurde bereits eine geeignete Stichprobe gezogen.

Wer also in den nächsten Wochen und Monaten kontaktiert wird, gehört zu den zufällig ausgewählten Personen, die bis Mitte Oktober zu Wohnungsmerkmalen und Miethöhe befragt werden. Insgesamt sind das mehr als 3500 Haushalte.

Durchgeführt wird die Befragung vom IFAK Institut aus Taunusstein, das die Stadt Frankfurt am Main nicht zum ersten Mal bei der Mietspiegelerstellung unterstützt: Das IFAK konnte 2020 bereits viele Erfahrungen bei der sicheren Durchführung von Vor-Ort-Befragungen unter Pandemie-Bedingungen sammeln. „Natürlich gelten zum Schutz der Interviewenden und der Befragten besondere Infektionsschutzauflagen. Wir hoffen aber auch, dass uns die hohe Impfgeschwindigkeit positiv in die Karten spielt“, sagt Planungsdezernent Mike Josef. Das IFAK versichert, dass die Interviewenden regelmäßig getestet werden und sich dazu verpflichten, umfassende Hygiene-Regeln einzuhalten. Dazu zählen etwa das Tragen von FFP2-Masken, das Einhalten der AHA-L-Regeln und die regelmäßige Desinfektion des Befragungsequipments. Auf diese Weise kann die Sicherheit der Befragten und Interviewenden gewährleistet werden.

Damit die freiwillige Befragung erfolgreich verlaufen kann, ist die Stadt Frankfurt auf die Kooperation und verantwortungsvolle Mitwirkung ihrer Bürgerinnen und Bürger angewiesen. „Ihre Teilnahme ist wichtig. Machen Sie mit!“, bittet der Planungsdezernent. „Eine rege Teilnahme gewährleistet eine gute Datengrundlage für einen qualifizierten Mietspiegel.“ Für die Sicherstellung der Datenqualität ist die persönliche Befragung vor Ort von großer Bedeutung. „Wir wollen unter sicheren Bedingungen möglichst alle Interviews direkt und vor Ort führen“, betont Josef. Es seien aber mit den Partnern der Stadt auch Vorbereitungen getroffen worden, wenn das nicht in jedem Fall möglich sein sollte.

Die erhobenen Angaben werden unter Wahrung von Datenschutzanforderungen vom Institut Wohnen und Umwelt (IWU) aus Darmstadt statistisch ausgewertet und ein Mietspiegelmodell entwickelt. Der neue Mietspiegel soll dann am 1. Juni 2022 in Kraft treten.

Die Stadt Frankfurt betreibt diesen großen Aufwand, da ein qualifizierter Mietspiegel das zentrale Instrument ist, mit dessen Hilfe sich Mietende und Vermietende auf einen Mietpreis für eine Wohnung verständigen können. Auch ist die mit dem Mietspiegel ermittelte ortsübliche Vergleichsmiete wichtige Bezugsgröße für zahlreiche gesetzliche Regelungen rund um das Mietverhältnis. Damit beispielsweise Regelungen der Hessischen Mieterschutzverordnung greifen können, wird ein Mietspiegel benötigt.

Ansprechpartnerin ist die Stabsstelle Wohnungsmarkt, Mietrecht, innovative Wohnprojekte im Amt für Wohnungswesen und per E-Mail an Stabsstelle.64S1@stadt-frankfurt.de zu erreichen. Auf einer eigenen Webseite des IFAK Instituts können sich Interessierte demnächst online unter http://www.ifak.de/msp. über die Befragung zum Mietspiegel 2022 informieren.

(Text: PM)