Tote bei Flugzeugabsturz in Gelnhausen

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Bei dem Absturz eines Ultraleichtflugzeuges unweit des Flugplatzes Gelnhausen sind am Dienstag die zwei Insassen ums Leben gekommen.

Bei den beiden Verstorbenen handelt es um einen 53 Jahre alten Mann aus Wächtersbach und einen 67-Jährigen aus Alzenau (Bayern). Das Unglück ereignete sich am Dienstagnachmittag (08.06.) gegen 14.30 Uhr an einer Böschung der Landesstraße 3202 in unmittelbarer Nähe zur dort verlaufenden Bahntrasse. Das einmotorige Propeller-Fluggerät vom Typ Ikarus C42 kam mit der Front an der Böschung und mit dem Heck im Baum- und Heckenbewuchs hängend zum Stillstand.

Die beiden Leichname konnten zunächst nicht aus dem Wrack geborgen werden, da das in dem Flieger verbaute Notfallrettungssystem augenscheinlich noch nicht ausgelöst war. Dabei handelt es sich um eine Art Sprengkapsel, die im Notfall bei Zündung einen großen Rettungsfallschirm aktiviert. Aufgrund der dadurch anfangs noch bestehenden Explosionsgefahr wurde zunächst ein Sicherheitsradius eingerichtet, der es den hinzugezogenen Spezialisten des Hessischen Landeskriminalamtes ermöglichte, die Sprengkapsel kontrolliert auszulösen. Im Zuge dessen kam es auf der Landesstraße zwischen der Kreuzung zur Lagerhausstraße und dem Abzweig Clamecystraße, die im Umkreis der Unfallstelle liegen, bis in den späten Abend hinein zu einer Vollsperrung. Zeitweise musste auch der Bahnverkehr eingestellt werden. Das Wrack wurde mittels Autokran der Feuerwehr Frankfurt am Main geborgen und zur weiteren Begutachtung sichergestellt. Die Unfallstelle ist mittlerweile komplett geräumt.

Warum die Maschine verunglückte, ist bislang noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen galten beide Männer als erfahrene Piloten. Der Absturz soll offenbar kurz nach dem Start auf dem besagten Flugplatz geschehen sein. Die Staatsanwaltschaft Hanau, die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sowie beauftragte Gutachter haben die Ermittlungen zur Absturzursache bereits an der Unfallstelle aufgenommen.

Die Kriminalpolizei sucht nun insbesondere Zeugen, die Angaben zum Flugverlauf unmittelbar vor dem Absturz machen können, und bittet um Kontaktaufnahme unter der Rufnummer 06051 827-0.

(Text: PM/as)