Schwarzfahren-Debatte im Netz: RMV bezieht Stellung

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Dieser Begriff wird derzeit hitzig diskutiert: Schwarzfahren. Aber was ist passiert?

Der Auslöser für die aktuell stark polarisierende Debatte war die Entscheidung der Münchener und Berliner Verkehrsbetriebe, das Wort nicht mehr im Unternehmen oder in ihren Fahrzeugen zu verwenden, da es rassistisch aufgefasst werden könnte.

Dabei liegt der Ursprung des Wortes ganz woanders. Laut Sprachwissenschaftler Eric Fuss stammt es vom jiddischen Wort «shvarts» (Armut) und sollte Menschen beschreiben, die zu arm waren, um ein Ticket zu kaufen. Außerdem wird mit der Farbe Schwarz die Nacht assoziiert. Im Deckmantel der Nacht operierten Schmuggler oder färbten ihr Gesicht schwarz, um nicht erkannt zu werden.

Auf unsere Anfrage, wie der Rhein-Main-Verkehrsbund (RMV) zum Thema steht, antwortete die Pressestelle des Unternehmens: “Wir verwenden unabhängig von der aktuellen Diskussion bereits seit über einem Jahr die Formulierung ‘Fahrgäste ohne (gültige) Fahrkarte’ bzw. ‘Fahren ohne Fahrkarte…’ Die Umstellung erfolgte sukzessiv im Rahmen des Neudrucks von Aufklebern und Leitfäden im Rahmen des Kundendialogs.”

(Text: as)