Polizei verhindert rechten Amoklauf mit Ankündigung

51
Copyright Polizeipräsidium Frankfurt am Main

In einer gemeinsamen Aktion ist es Ermittlern des zuständigen Staatsschutzkommissariats der Frankfurter Polizei und Staatsanwaltschaft gelungen, einen angekündigten Anschlag frühzeitig zu unterbinden.

Ein 53-Jähriger, in Irland geborener Mann, war bereits seit längerem dadurch aufgefallen, dass er eine Vielzahl von umfangreichen, regelmäßig handschriftlichen Briefen und Schreiben mit wirren, regelmäßig unverständlichen Inhalten an unterschiedliche – insbesondere hessische – Behörden und Gerichte versandt haben soll. Er beschwerte sich darin über angebliche Ungerechtigkeiten staatlicher Stellen und reicherte sie wahllos mit Zitaten aus unterschiedlichsten Gesetzestexten an. Die in den Schreiben verwendeten Begriffe, ihre Diktion sowie ihre Aufmachung deuteten dabei auf eine geistige Verwirrtheit und auf eine Nähe zur sogenannten “Reichsbürger- und Selbstverwalterszene” hin. Letzteres konnte jedoch nicht bestätigt werden. Am 12.07. verschärfte sich die Situation, als der Beschuldigte inhaltsgleiche Schreiben an mehrere Behörden versandte, in denen er ankündigte, am heutigen 20.07. einen nicht näher konkretisierten Anschlag begehen zu wollen.

Foto: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Aufgrund dieser Drohung wurden Ermittlungen gegen den Beschuldigten, dessen Aufenthaltsort seit längerem unbekannt war, aufgenommen. Den Ermittlern des zuständigen Staatsschutzkommissariats des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main gelang es infolge dieser Ermittlungen zeitnah, ihm auf die Spur zu kommen und seinen aktuellen Aufenthalt sowie ein Gartengrundstück im Norden Frankfurts zu ermitteln, auf dem er sich seit einiger Zeit aufhielt. Am vergangenen Donnerstag (15.07.) wurde der Beschuldigte schließlich vorläufig festgenommen. Zudem wurde ein Durchsuchungsbeschluss für das weitläufige und ziemlich verwahrloste Gelände, auf dem sich ein Bauwagen, mehrere Stahlcontainer, und  heruntergekommene Kraftfahrzeuge befanden, beim zuständigen Amtsgericht erwirkt, der am 16.07. durch starke Polizeikräfte vollstreckt wurde.

Im Rahmen der Durchsuchung konnten zahlreiche Waffen (Gas- und Luftdruckwaffen), eine Armbrust, Dolche, Schwerter, und sonstige Gegenstände, die für eine Begehung des angekündigten Anschlags geeignet sind, sichergestellt werden. Aufgrund der binnen kurzer Zeit erzielten Ermittlungsergebnisse konnte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main einen Untersuchungshaftbefehl beantragen, der noch am Freitagnachmittag vom Ermittlungsrichter erlassen wurde.

Der Beschuldigte befindet sich nunmehr wegen des Vorwurfs der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat in Untersuchungshaft.

(Text: PM/as)