Ferienspaß und gute Laune auf der Kinderfreizeit in Neuerkirch

96
(Foto: Kolpingsfamilie Eppertshausen)

Nachdem im letzten Jahr aufgrund der Corona-Pandemie lediglich ein Ferienprogramm vor Ort stattfinden konnte, war die Vorfreude bei allen Kindern und dem Team der Kolpingfamilie Eppertshausen groß. Endlich ging es wieder nach Neuerkirch im Hunsrück.

Die erfahrenen Neuerkirch-Fahrer*innen waren auf der Hinfahrt schon sehr aufgeregt und schwelgten in Erinnerungen. Aber auch für die jüngeren Kinder war es nach fast eineinhalb Jahren Pandemie und Lockdowns ein besonders spannendes Erlebnis, das erste Mal ohne Eltern unterwegs zu sein. Die Gruppe kam bei strahlendem Sonnenschein am Haus Effata in Neuerkirch an. Das Selbstversorgerhaus gehört der Pfarrer-Röper-Stiftung und ist mit großem Garten und umgeben von Wäldern und Wiesen das perfekte Ziel für eine Ferienfreizeit, ganz besonders unter Pandemiebedingungen. Nachdem die Betten bezogen und Koffer ausgepackt waren, konnten sich die Teilnehmenden bei lustigen Spielen besser kennenlernen und auch gleich bei einer Nachtwanderung ihren Mut beweisen.

Der Sonntag begann traditionell mit einem Gottesdienst in Kastellaun. Danach wurde ein nahgelegener Walderlebnis- und Kyrill-Pfad erkundet sowie ein Eis zur Stärkung gegessen. Nachmittags bestand die Möglichkeit Holz im Wald zu sammeln oder Armbänder zu knüpfen. Der Abschluss des Tages fand, wie immer, mit einem Abendimpuls sowie mit Stockbrot am Lagerfeuer statt.

Am nächsten Tag besuchte die Gruppe den Barfußpfad in Bad Sobernheim, um dort auf insgesamt vier Kilometer verschiedenste Materialien mit den Füßen zu erspüren und Hindernisse zu überwinden. Zurück am Haus konnten sich die Kinder bei ausgelassenen Wasserspielen abkühlen und bei einer Nachtstaffette ihren Teamgeist trainieren.

Am Dienstag konnten die Teilnehmenden beim Herstellen eines Fliesen-Mosaiks ihre Kreativität und handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Am Nachmittag war die längste Hängebrücke Deutschlands, die Geierlaybrücke, das nächste Ausflugsziel. Nach einer kurzen Wanderung erreichte die Gruppe die über 360 Meter lange Brücke, von der aus alle eine atemberaubende Aussicht genießen durften. Zurück am Haus Effata freuten sich sowohl Kinder als das Team auf selbstbelegte Flammkuchen aus dem Pizzaofen.

Der nächste Tag startete mit einem großen Geburtstags-Frühstück und einen Ausflug an den Erbeskopf. Dort bot das weitläufige Gelände die perfekte Möglichkeit für ausgiebige Geländespiele. Außerdem stellte die dortige Sommerrodelbahn ein weiteres Highlight für alle Kinder dar. Am Nachmittag gar es zurück am Haus frisch gebackene Waffeln, ein Fußballturnier und eine anschließende Abkühlung im Pool im Garten. Zum Abschluss des Tages wurden an der Feuerschale neue Grillmeister geboren und ein Kinoabend mit Popcorn rundete das Programm ab.

Am letzten Tag der Kinderfreizeit besuchte die Gruppe das Römerbergwerk Meurin. Hier konnte nicht nur viel über die Vulkane, die Römer und ihr Bergwerk gelernt, sondern auch an abwechslungsreichen Mitmachstationen ganz viel selbst ausprobiert werden. So konnten die Kinder Korn mahlen, Marmor sägen, Holz drechseln, Lasten transportieren und mit Pfeil und Bogen schießen wie die alten Römer. Am Abend wurde die Freizeit mit einem Abschlussabend mit vielen Spielen und einem Lagerfeuer ausgeklungen.

Natürlich gehört zu dem ganzen Spaß auch ein wenig Arbeit, so dass alle mal beim Kochen oder Putzen mit anpacken musste. Bei der Abschlussrunde am letzten Abend lautete dann das Fazit der Kinder: „Endlich habe ich das mit dem Putzen gelernt“ oder „Jetzt kann auch Kartoffeln schälen“ und „richtig Äpfel schneiden“. Daneben hieß es einstimmig: „Die Zeit ging viel zu schnell rum und wir wollen nächstes Jahr wieder mitfahren“.

Freitags musste dann wieder alle Koffer gepackt. Nachdem das Haus geputzt, das Material verpackt und die Autos beladen wurden, ging es mit vielen müden, aber auch sehr glücklichen Menschen zurück nach Eppertshausen, wo die Gruppe von den Eltern herzlich in Empfang genommen wurden.

Trotzdem war in diesem Jahr nicht alles wie immer. So wurde im Vorfeld der Freizeit ein detailliertes Hygienekonzept auf Grundlage der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnungen ausgearbeitet und umgesetzt. Dazu gehört unter anderem ein regelmäßiges Testen. Vor der Abfahrt wurde bereits die gesamte Gruppe vom DRK in Eppertshausen getestet. An dieser Stellen dankt die Kolpingsfamilie Eppertshausen dem gesamten Team des DRK für die bereitwillige Unterstützung! Dadurch konnten die Kinder in ihrer ersten Ferienwoche die Corona-Pandemie zeitweise vergessen und eine unbeschwerte Zeit voller Spiele, Spaß und Abenteuer erleben. Für manche war es der einzige Urlaub des Sommers oder sogar der erste Urlaub ihres Lebens.

(Text: PM)