Münsterer „Safari“-Ferienspiele: Action und Abwechslung trotz Corona

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Bei einem Ausflug mit dem Förster in den Wald neben dem Freizeitzentrum gingen die Ferienspiel-Kinder auf Tuchfühlung mit Bäumen – im wahrsten Sinne des Wortes. Hier ertastet gerade die achtjährige Laura, durch eine Augenbinde blind gemacht, die Baumrinde. (Foto: GM/Meike Mittmeyer-Riehl)

Zwischen dem 19. und 30. Juli haben in Münster die diesjährigen Ferienspiele stattgefunden. Nachdem das beliebte Programm im vergangenen Jahr corona-bedingt ausfallen musste, war die Freude bei allen Beteiligten groß, dass es dieses Jahr wieder rund gehen konnte im Freizeitzentrum und an verschiedenen Ausflugs-Stationen – wenn auch in etwas abgespeckter Form.

„Die Gruppen waren in diesem Jahr kleiner als sonst, nur 20 Personen pro Gruppe inklusive Betreuerinnen und Betreuer. Darum hatten wir diesmal auch auf elf Teamer aufgestockt“, berichtet Tamara Wolf von der Kinder- und Jugendförderung der Gemeinde Münster. Insgesamt waren 70 Kinder unterteilt in vier Gruppen dabei.

Abgesehen von diesen Anpassungen und weiteren Hygienevorschriften zum Schutz aller war das Programm wie immer bunt und abwechslungsreich und die Jungen und Mädchen hatten jede Menge Spaß. Los ging das Spektakel mit dem Jahres-Motto „Safari“ am ersten Tag standesgemäß mit einem von Bürgermeister Joachim Schledt spendierten Eis vom Eiswagen, der für leuchtende Augen sorgte. Hauptquartier der Ferienspiele war wie immer das Freizeitzentrum, doch in diesem Jahr wurden auch das Wanderheim und die Gersprenzhalle genutzt, um die Gruppen Corona-gerecht ein wenig zu entzerren.

Und natürlich standen jede Menge Ausflüge auf dem Plan: So ging es ins Freibad nach Dieburg, ins Vivarium und in den Kletterwald nach Darmstadt, zum Münsterer Schützenverein fürs Bogenschießen und in die Eisdiele. Auch die frisch restaurierte Minigolfbahn im Bürgerpark neben der neuen „Mümbelhütt“ konnten die Kinder nach Herzenslust einweihen. Weitere besondere Programmpunkte waren der Besuch von Münsters neuem Klimaschutzmanager Frank Nierula, der den jungen Teilnehmer*innen die Insekten- und Pflanzenwelt erklärte und der Ausflug mit Förster Thomas Zinth in den Wald, um auf Tuchfühlung mit den Bäumen zu gehen. Auch die Feuerwehren Münster und Altheim schauten im Freizeitzentrum dabei – ein Feuerwehrauto ist schließlich immer wieder ein absolutes Highlight. Ein weiterer Höhepunkt war der einstudierte Flashmob, es wurde viel getanzt.

Unschön dagegen war eine Überraschung der etwas anderen Art eines Morgens, als über Nacht Randalierer das Freizeitzentrum verwüstet und überall Müll und Scherben hinterlassen hatten (wir haben berichtet). Die Ferienspiel-Kinder und Betreuer*innen krempelten also die Ärmel hoch und räumten mit Säcken und Müllkneifern bewaffnet auf. „Wir sind glücklich, dass die Ferienspiele in diesem Jahr stattfinden konnten und wieder mal ein voller Erfolg waren“, blickt Kristina Löbig von der Kinder- und Jugendförderung zurück, „vielen Dank an alle, die dabei waren, natürlich auch unsere Teamerinnen und Teamer und unsere besonderen Gäste.“ Auch den unterstützenden Vereinen danken die Veranstalter: dem Wanderverein Frisch Auf, dem Schützenverein und den Freiwilligen Feuerwehren Münster und Altheim.

Zum Schluss noch ein kurzer Hinweis in eigener Sache, da das Team der Kinder- und Jugendförderung dazu aktuell zahlreiche Rückfragen erreichen und Gerüchte kursieren: Beim Ausflug ins Freibad vergangene Woche kam es zu einem Rettungswagen-Einsatz. Bei dem betroffenen Kind handelte es sich jedoch nicht um ein Kind aus der Gruppe der Münsterer Ferienspiele.

(Text: PM)

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