Frankfurt empfängt Olympiamannschaft auf dem Römerberg

74
Das Olympia-Team Deutschland auf dem Balkon des Römerbergs. (Foto: Holger Menzel)
Oberbürgermeister Feldmann: „Frankfurt sagt im Namen Deutschlands ‚Danke‘“

Es ist gute Tradition in Frankfurt, von internationalen Spitzensportereignissen heimkehrende Mannschaften nach ihrer Landung auf dem Flughafen feierlich auf dem Römerberg zu begrüßen. Oberbürgermeister Peter Feldmann hat daher am Montag, 9. August, die aus Tokio zurückgekommenen deutschen Athletinnen und Athleten der Olympischen Sommerspiele 2020 willkommen geheißen. An der Zeremonie nahm auch Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), teil.

Die Stadt empfing die Gäste im Kaisersaal. Zusätzlich gab sie den Sportbegeisterten auf dem Römerberg die Möglichkeit, die Feier im Rathaus Römer auf einer Videowand zu verfolgen und die Athleten live zu erleben. Diese präsentierten sich auf dem Balkon unter Moderation des Sportjournalisten Jens Zimmermann pandemiebedingt in kleinen Gruppen und stellten sich seinen Fragen. Oberbürgermeister Feldmann begrüßte die Heimkehrer im Rathaus und die Fans unter freiem Himmel mit separaten Reden. Wer an der Feier auf dem Römerberg teilnehmen wollte, musste sich vorher anmelden und einen negativen Corona-Test vorlegen. Die Anzahl der Fans war aufgrund der Corona-Maßnahmen beschränkt.

„Frankfurt sagt euch im Namen Deutschlands ‚Danke‘!“, begrüßte Oberbürgermeister Feldmann die Mannschaft. Die Medaillengewinner trugen sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Die DOSB-Equipe errang zehn Gold-, elf Silber- und 16 Bronzemedaillen. Sie steht damit auf Platz 9 des Medaillenspiegels. „Das Ergebnis ist beeindruckend“, sagte das Stadtoberhaupt. Dabei betonte die Vorbildrolle der Athleten: „Sie repräsentieren mit ihren Leistungen unser Land und unsere Werte.“

In 17 Tagen gaben 434 deutsche Sportler aus 33 Sportarten in 339 Wettkämpfen alles, um das Ziel einer olympischen Medaille zu erreichen. Von ihnen waren 92 unter den Gästen. Den Fragen von Moderator Zimmermann stellten sich auf dem Römerbalkon unter anderem der Turner Lukas Dauser, die Ruderer Jason Osborne und Jonathan Rommelmann, die Ringerin Aline Rotter-Focken, der Geher Jonathan Hilbert und die Kanuten Max Hoff und Jacob Schopf, die alle eine Medaille in Tokio gewinnen konnten.

Der Oberbürgermeister betonte in seiner Rede die schwierigen Umstände, unter denen die Wettbewerbe aufgrund der Corona-Pandemie stattfanden. Die Sportler waren streng isoliert und konnten sich nicht frei bewegen, wie es bei anderen Olympischen Spielen der Fall ist. Kontakte zu Teilnehmern aus anderen Nationen und Besucher von Wettkämpfen anderer Disziplinen – sonst klassischer Bestandteil des Sportfestivals – fanden nicht statt. Zusätzlich mussten die Ränge in den Arenen leer bleiben. „Dabei sind es die Zuschauer, die den Sport zu etwas Besonderem machen“, bedauerte das Stadtoberhaupt.

Frankfurt ist „Zentrum des deutschen Sports“

Der Oberbürgermeister stellte in seiner Rede die enge Verbindung von Spitzen- und Vereinssport heraus. Denn Erfolge entstehen nur aus der Breite, sind doch die olympischen Disziplinen Amateursportarten. „Ich bedanke mich bei allen Sportverbänden, Vereinen und ehrenamtlichen Helfern für ihre Arbeit. Ohne sie wären die Erfolge auf internationaler Ebene nicht möglich“, sagte Feldmann.

Der Oberbürgermeister nannte Frankfurt das „Zentrum des deutschen Sports“. Hierzu trügen neben Spitzenverbänden und –vereinen in der Stadt die sportliche Infrastruktur bei. Diese orientiere sich an dem Ziel einer wohnortnahen Grundversorgung. Bei dieser Entwicklung stehe die Stadt an der Seite der 430 Sportvereine und unterstütze die steigenden Nachfrage nach unorganisierten Angeboten.

(Text: PM Stadt Frankfurt)