21 weitere Schienenprojekte gesichert

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(Symbolfoto: Pixabay)

Der Bund hat weitere Schienenprojekte, darunter die Südanbindung Darmstadts, aufgenommen und den bestehenden Bundesverkehrswegeplan somit komplettiert.

Der Bund hat den bestehenden Bundesverkehrswegeplan komplettiert und weitere 21 Schienenprojekte für Hessen aufgenommen. Das Ergänzungspaket beinhaltet die Maßnahmen, die für die Einführung des Deutschlandtaktes notwendig sind. Mit dem Deutschlandtakt soll nicht nur das Angebot für Bahnreisende verbessert werden, sondern er soll auch helfen, den Güterverkehrs weiter auf die Schiene zu verlagern. Der Aufstieg der Schienenprojekte in den sogenannten Vordringlichen Bedarf bedeutet, dass sie bei der Realisierung und Bundesfinanzierung Priorität haben. Eine dabei besonders hervorzuhebende Maßnahme ist die Südanbindung Darmstadts an die ICE-Neubaustrecke Frankfurt – Mannheim.

Schnelle Anbindungen ermöglichen

„Das sind wirklich gute Nachrichten aus Berlin, nicht nur für Hessen und alle Bahnreisenden, sondern auch fürs Klima: Die Realisierung der hessischen Schienenprojekte ist gesichert. Gerade die Südanbindung Darmstadts an die ICE-Neubaustrecke Mannheim – Frankfurt hat eine enorme Bedeutung für nachhaltige Mobilität in ganz Deutschland. Denn damit werden schnelle Anbindungen sowohl in Richtung Norddeutschland als auch in Richtung Süddeutschland, Schweiz und Frankreich möglich“, kommentierte der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Minister Al-Wazir die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums. „Das war ein hartes Stück Arbeit, aber es hat sich gelohnt: Mit der Aufnahme der Südanbindung bestätigt der Bund unseren Vorschlag aus dem Jahre 2015. Für eine erfolgreiche Verkehrswende brauchen wir eine starke Schiene. Und für Klimaschutz und die Erreichung der Klimaziele brauchen wir eine Verkehrswende, die Mobilität ermöglicht und zugleich CO2-Emissionen einspart. Daran arbeiten wir hier in Hessen konsequent.“

Weitere wichtige Projekte des Deutschlandtaktes, die nunmehr in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufrücken und ganz oder teilweise in Hessen liegen, sind zum Beispiel der dreigleisige Ausbau der südmainischen Strecke von Raunheim nach Bischofsheim (inklusive zweigleisigem Ausbau der Anbindung zum Fernbahnhof am Flughafen Frankfurt) sowie der viergleisige Ausbau von Großkrotzenburg (südlich Hanau) bis Steinerts (bei Aschaffenburg). In beiden Fällen wird durch die Erweiterung hochausgelasteter Schieneninfrastruktur zusätzliche Kapazität für Angebotsausweitungen und eine verbesserte Betriebsqualität geschaffen.

Hintergrund

Die 181 Maßnahmen des Deutschlandtaktes, davon 21 ganz oder teilweise in Hessen, kommen zu den ohnehin schon im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans enthaltenen wichtigen und umfangreichen hessischen Maßnahmen wie z. B. der Neubaustrecke Frankfurt – Mannheim, den Neu-/Ausbaustrecken Hanau – Fulda und Fulda – Erfurt oder den Maßnahmen im Knoten Frankfurt, die u. a. den Fernbahntunnel und die Nordmainische S-Bahn umfassen, hinzu. „Diese Vielzahl an Schienenprojekten, die nun vom Bund vorrangig umgesetzt werden, zeigen nochmals die zentrale Rolle Hessens für das gesamtdeutsche Schienennetz“, so Al-Wazir. Bis 2030 werden rund 20 Milliarden Euro in den Ausbau der Schiene fließen.

(Text: PM Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen)