Breitband im Kreis Offenbach kommt

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(Symbolfoto: Michal Jarmoluk auf Pixabay)

Die Internetversorgung im Kreis Offenbach ist durchweg sehr gut: Rund 96 Prozent der Haushalte sind bereits mit mindestens 100 Mbits pro Sekunde versorgt. In fast 97 Prozent der Gewerbegebiete können mindestens 50 Mbits pro Sekunde genutzt werden. Darüber hinaus steht im Großteil der ausgewiesenen Gewerbegebiete in den 13 Kommunen Glasfaser zur Verfügung.

Dennoch gibt es Lücken in der Versorgung, die der Kreis Offenbach durch das Bundesförderprogramm „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ unter Ko-Förderung des Landes Hessen „Förderung der Breitbandversorgung im Land Hessen“ schließen wird. Das Förderprojekt umfasst 72 Schulen, ein Krankenhaus, 76 Unternehmen und 347 Haushalte in schwer zu erschließenden Außenlagen, den sogenannten weißen Flecken, die unter wirtschaftlichen Aspekten keinen Ausbau erhalten würden. „Der Startschuss soll an den Schulen erfolgen, um diese möglichst schnell mit den notwendigen Bandbreiten zu versorgen“, sagt Landrat Oliver Quilling am Donnerstag bei der Projektvorstellung im Kreishaus. „Wir haben als einer der ersten Schulträger in Hessen die Schulen komplett mit WLAN ausgeleuchtet, dennoch kann dies bislang noch nicht vollumfänglich genutzt werden. Mit der Breitbandversorgung der Schulstandorte wird sich dies bald ändern. Wir schaffen damit die Basis für den modernen, digitalen Unterricht.“

Die PEB Breitband GmbH&Co.KG mit Sitz in Darmstadt hat sich bei der mehrjährigen europaweiten Ausschreibung auf dem derzeit deutschlandweit boomenden Markt für Breitbandausbau durchgesetzt. Hinter dieser Firma stehen mit der Klenk & Sohn GmbH aus Modautal und der ENTEGA Medianet GmbH aus Darmstadt zwei regional ansässige Unternehmen. Insgesamt umfasst das Gesamtnetz eine Länge von 360 Kilometern. „Wir arbeiten dabei sowohl im konventionellem Tiefbau, als auch mit modernsten alternativen Verlegetechniken, im außer- und innerörtlichen Bereich“, erläutern die Geschäftsführer Sebastian Jacobs und Paul Macke von der Klenk & Sohn GmbH. Die ersten sichtbaren Baustellen sind in Rödermark geplant. Schon im November 2021 wird es losgehen.

„Am Ende werden alle knapp 500 Kunden über zuverlässige Bandbreiten von einem Gigabit pro Sekunde sowohl im Up- als auch im Download verfügen“, fügen die Geschäftsführer Christoph Busch und Frank Gey von der ENTEGA Medianet GmbH an.

„Glasfaser-Hochleistungszugänge zum Internet sind inzwischen Grundlage für ein Leben und Arbeiten in der digitalisierten Welt“, macht Landrat Oliver Quilling deutlich. „Deswegen profitieren nicht nur die Schulen von dem Breitbandausbau. Gerade auch Unternehmen im Außenbereich, wie landwirtschaftliche Betriebe, können große Datenmengen schnell in die ganze Welt verschicken. Das mobile Arbeiten gewinnt immer mehr an Bedeutung und auch diese Voraussetzungen verbessern sich deutlich.“

Rund 14 Millionen Euro sind für diesen Breitbandausbau veranschlagt. Etwa sieben Millionen Euro fließen aus dem Bundesförderprogramm „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“, rund 5,6 Millionen Euro werden vom Land Hessen aus dem Programm „Förderung der Breitbandversorgung im Land Hessen“ kofinanziert. Der Kreis Offenbach übernimmt einen Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent, etwa 1,4 Millionen Euro.

(Text: PM Kreis Offenbach)