Oberbürgermeister Feldmann besucht tinyBE-Wohnskulpturen

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Oberbürgermeister Peter Feldmann und Kuratorin Cornelia Saalfrank (Foto: Holger Menzel)

Klein, aber fein: Maximal 30 Quadratmeter Wohnfläche, nachhaltige Baumaterialien und eine sanitäre Anlage außerhalb der Behausung – so waren die knappen Vorgaben an die Künstlerinnen und Künstler für das Projekt tinyBE.

Noch gut fünf Wochen sind die Installationen zu sehen, neben Darmstadt und Wiesbaden auch im Frankfurter Metzlerpark. Kunstwerke, die sich bewohnen lassen. Grund genug für Kuratorin Cornelia Saalfrank eine Häuserbesichtigung mit Oberbürgermeister Feldmann zu machen.

„Ich bin erstaunt über die so unterschiedlichen Entwürfe und die Kreativität, mit der hier Wohnungsnot, Klimawandel und die Zukunft der Städte thematisiert werden“, sagte der Oberbürgermeister nach dem Rundgang durch die sechs bewohnbaren Skulpturen. „Es zeigt Wege auf, nachhaltig und sparsam mit unseren Ressourcen umzugehen – und auch, wie anders Wohnen in der Stadt sein kann.“

„Jedes tinyBE-Haus greift einen bestimmten Aspekt auf. Wir haben uns bewusst für ein interdisziplinäres Konzept entschieden, bei dem viele Themen unserer Zeit zum Tragen kommen“, erklärte Saalfrank.

Die Ausstellung thematisiert den Wohnraum, der sich seinen Weg in die Kunst hineinbahnt. Das Projekt tinyBE bewegt sich zwischen einer öffentlichen Kunstausstellung und einer privaten Umgebung, zwischen einem Rückzugsort und einem Ort von Debatten, zwischen Architektur und Skulptur. Viele der Kunstwerke, die erstmals für tinyBE entwickelt wurden, bestehen aus innovativen und nachhaltigen Baustoffen und thematisieren die Frage, wie wir künftig leben wollen. Die Nutzungen der bewohnbaren Skulpturen im Rahmen von Führungen, Gesprächsreihen, Stippvisiten oder Übernachtungen regen dazu an, über unseren Umgang mit Ressourcen und das Zusammenleben mit Mitmenschen nachzudenken. tinyBE bringt Gesellschaft, Kunst, Wissenschaft und Architektur zusammen und ermöglicht es, unsere Umwelt im urbanen Raum auf eine ganz neue Weise zu erleben.

Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos. Alle Informationen zum Projekt und Kunstvermittlungsprogramm samt Terminen zu einzelnen Führungen und Buchungen für Übernachtungen finden sich unter https://www.tinybe.org/ im Internet. Die tinyBE-Ausstellung bietet ein Kunstvermittlungsprogramm mit fast täglich wechselnden Führungsangeboten an. Darüber hinaus können die Besucherinnen und Besucher die Kunstobjekte bei den „day & night experiences“ entweder tagsüber für je zwei Stunden oder die gesamte Nacht (ab 90 Euro, von 19 bis 9 Uhr) erleben. Jetzt wurde das Programm um attraktive Ferienangebote erweitert. Neu ist unter anderem die Stippvisite für fünf Euro im Metzlerpark, bei der die Besucherinnen und Besucher einen kurzen Blick in die sechs Objekte hineinwerfen können.

(Text: PM Stadt Frankfurt)