HSG Rodgau Nieder-Roden startet in Saison

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Flo Stenger im Spiel gegen Kirchzell. (Foto: HSG Rodgau Nieder-Roden)

Rodgauer Herren müssen am Sonntag beim HSC Coburg II antreten

„Es wird mit Sicherheit kein Selbstläufer aber wir sind Favorit und unser Anspruch ist es, die Punkte aus Coburg mitzunehmen“, formuliert Trainer Redmann knapp und präzise die Erwartungen an das erste Auswärtsspiel. Beim bisher punktlosen Tabellenletzten, der vergangene Woche in Hanau arg unter die Räder kam, dürfen sich seine aber Jungs keine Nachlässigkeiten erlauben, denn wie in der Vergangenheit schon oftmals zu beobachten, reichen schon ein paar Prozent weniger aus, um vermeintlich sichere Punkte am Ende liegenzulassen. So ist man sich im Rodgauer Lager wohl bewusst, dass die Gastgeber schon jetzt mächtig unter Druck stehen und –wie für eine zweite Mannschaft üblich- personell oftmals in unterschiedlicher Formation auflaufen. „In Hanau haben einige Akteure gefehlt, die dürften jetzt wieder dabei sein“, weist Redmann auf einen möglicherweise veränderten Kader der Coburger hin. Nichtsdestotrotz schauen die Baggerseepiraten in erster Linie auf die eigene Leistung. Denn wenn Rhein & Co. so wie in den ersten beiden Saisonspielen konzentriert zur Sache gehen, dann hat es jeder Gegner schwer.

Die personelle Situation an Bord des Piratenschiffes ist aufgrund der langwierigen Verletzungen unverändert. Da die männliche A-Jugend am Wochenende spielfrei ist, werden die Rodgauer wieder den ein- oder anderen Nachwuchsspieler mit auf die Reise nehmen.  Und hoffentlich dürfen die dann auf der knapp dreistündigen Rückfahrt aus Coburg zusammen mit den „Alten Hasen“ den ersten Auswärtssieg der Saison feiern.

Natürlich wird auch diese Partie wieder auf Sportdeutschland.tv gestreamt. Unter dem Link https://sportdeutschland.tv/hsc-2000-coburg/3-liga-staffel-e-hsc-2000-coburg-ii-vs-hsg-rodgau-nieder-roden können die Fans der Baggerseepiraten live dabei sein….und nicht vergessen, die HSG beim Bezahlen anzuklicken.

Damen der HSG Rodgau spielen gegen Leverkusen

Früh aufstehen heißt es am Sonntag (26.) für die Handballerinnen der HSG Rodgau Nieder-Roden. Schon um 8.30 Uhr begibt sich der Tross auf den Weg in Richtung Westen. Viereinhalb Stunden später wartet im Rheinland zu ungewohnter Mittagszeit eine schwere Auswärtsaufgabe. Um 13 Uhr treten die Baggerseepiratinnen bei der Bundesligareserve von Bayer Leverkusen an. Ungewöhnlich für Drittligaverhältnisse ist auch der Austragungsort der Partie, die bis zu 3.500 Zuschauer fassende Ostermann-Arena. Von der großen Halle wollen sich Nieder-Rodener Mädels aber keineswegs beeindrucken lassen.

Ihre Gegnerinnen, die Leverkusener „Juniorelfen“, sind mit 2:4-Punkten eher mäßig in die Runde gestartet. „Davon sollten wir uns jedoch nicht täuschen lassen“, warnt die Sportliche Leiterin der HSG-Damen, Juliane Neubauer, die wieder gemeinsam mit Bernd Keller auf der Trainerbank sitzen wird. Zwar verloren die Leverkusenerinnen zwei ihrer ersten drei Spiele. Allerdings setzte es die Niederlagen auswärts und jedes Mal ging es dabei sehr eng zu. Bei ihrem einzigen Auftritt daheim hielten sie sich dagegen schadlos, fegten die HSG Gedern-Nidda mit 32:22 aus der Halle.

Dass beim Gegner der Nieder-Rodenerinnen mitunter Formschwankungen auftreten, lässt sich leicht erklären. „Es ist eine sehr junge Mannschaft“, sagt Juliane Neubauer. Bei Leverkusen II handelt sich zum großen Teil um das Team, das Anfang Juni deutscher A-Jugend-Vizemeister wurde. Allein zehn Spielerinnen aus dem denkbar knapp gegen Dortmund verlorenen Finale befinden sich im Kader. Die Nachwuchshoffnungen sind technisch bestens ausgebildet und schnell. An guten Tagen können sie nahezu jedes Team der Liga schlagen, jedoch fehlen noch ein wenig Erfahrung und Konstanz. Jugend forsch(t) eben: Mal schlägt das Pendel in die eine Richtung, dann wieder in die andere.

Kurz gesagt: Es erwartet die HSG-Damen am Sonntag eine kleine Wundertüte, da bleibt abzuwarten, was diesmal drin ist. Um bestehen zu können, braucht es bei den Baggerseepiratinnen ein sehr kuragiertes Abwehrverhalten über längere Phasen der Begegnung. So können sie den jungen Leverkusenerinnen den Schneid abkaufen, die Spielfreude nehmen und sich selbst fürs frühe Aufstehen belohnen.

(Text: PM Rodgau Nieder-Roden)