Junge Unternehmen aus Darmstadt dominieren Finale des hessischen Gründerpreises

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Darmstadts Innenstadt von oben. (Foto: Nikolaus Heiss)

Junge Unternehmen aus der Wissenschaftsstadt Darmstadt stellen mit fünf von zwölf Finalisten fast die Hälfte der Finalteilnehmerinnen und Finalteilnehmer beim Hessischen Gründerpreis 2021. Das ist eines der Ergebnisse des spannenden Halbfinales mit Pitches am vergangenen Montag bei Design Offices in Frankfurt.

Oberbürgermeister und Wirtschaftsdezernent Jochen Partsch: „Hier zeigt sich einmal mehr, über welch großes Potential wir in der Wissenschaftsstadt Darmstadt vor allem im Bereich der Zukunftstechnologien verfügen. Es zahlt sich aus, das wir als Stadt mit dem Hub 31 schon vor Jahren eine erfolgreiche Plattform für junge Gründerinnen und Gründer geschaffen haben, um Netzwerke zwischen Wissenschaft und Unternehmertum zu fördern. Die drei in Darmstadt ansässigen Universitäten und Hochschulen bieten zudem ein optimales Ökosystem für innovative Geschäftsideen und Ausgründungen.“

Die Kategorie „Innovative Gründungen“ ist in der letzten Wettbewerbsrunde ausschließlich mit Unternehmen aus Darmstadt besetzt, die zudem alle drei auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) setzen. COMPREDICT von Rafael Fietzek und Stéphane Foulard sagt mittels KI und virtuellen Sensoren die Lebensdauer von Fahrzeugteilen vorher. Simon Krech, Dr. Martin Krech, Markus Hessinger und Arthur Buchta von core sensing haben einen Kraft- und Drehmomentsensor entwickelt, mit dem Maschinenelemente überwacht werden können. Hier hilft KI dabei, Ausfälle planbar zu machen und Prozesse zu optimieren. Pipe Predict von Christoph Dörner, Valerie Fehst und Tri-Duc Nghiem analysiert Sensordaten mittels KI, um Wasserrohrbrüche zu verhindern.

„Die Themen KI und Sensorik haben sich dieses Jahr im Wettbewerb sehr bemerkbar gemacht und sind nun in der Finalrunde auch stark vertreten. Das zeigt die Innovationskraft der hessischen Gründer und Gründerinnen. Aber auch jenseits davon haben wir sehr viele tolle Geschäftsideen aus verschiedenen Branchen gesehen, die zur Erneuerung und Verjüngung der hessischen Wirtschaft beitragen und hochwertige Arbeitsplätze schaffen“, erklärt Elisabeth Neumann, Projektleiterin für den Hessischen Gründerpreis bei KIZ SINNOVA Gesellschaft für soziale Innovationen gGmbH.

Auch in der Kategorie „Gründungen aus der Hochschule“ dominiert mit zwei von drei Finalisten die Wissenschaftsstadt Darmstadt: Lucas Fuhrmann, Julian Mushövel und Montgomery Wagner haben Revoltech gegründet, um die rein pflanzliche Lederalternative LOVR aus Abfällen des deutschen Hanfanbaus zu produzieren. LOVR ist 100 Prozent biologisch abbaubar, das erste reinpflanzliche Produkt mit lederähnlicher Optik, Haptik und Robustheit und spart gegenüber echtem Leder 99,7 Prozent CO2 ein. Small World Vision von Sebastian Schmelze, Sarahvon Hagen, Marc-Simon Stutz, Michael Heethoff und Bernhard Ströbel entwickelt und verkauft hochpräzise 3D-Scanner für kleine, komplexe und farbenprächtige Objekte.

Aus allen Bewerbungen – 2021 waren das 167 und damit trotz Corona der vierte Bewerberrekord in Folge – haben insgesamt 48 Unternehmen in den vier Kategorien (Innovative Geschäftsidee“, „ZukunftsfähigeNachfolge“, „Gesellschaftliche Wirkung“ sowie „Gründungen aus der Hochschule“) das Halbfinale erreicht. Dort pitchten sie vor einer Jury, die je Kategorie drei, insgesamt also zwölf Finalisteninnen und Finalisten auswählte. Diese treten am 3. November gegeneinander an und werden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am Abend als Preisträgerinnen und Preisträger ausgezeichnet. Die Preisverleihung wird unter anderem vom Hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir als Schirmherr persönlich vorgenommen.

Hintergrund

Der Hessische Gründerpreis wird seit 2003 verliehen. 2002 von der KIZ gGmbH in Offenbach gegründet, wird er vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen sowie mit europäischen Mitteln aus dem Fonds für regionale Entwicklung EFRE gefördert. 2021 findet der Hessische Gründerpreis in Frankfurt statt.

(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)

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