Top Ereignisse beim Theater und Kabarett in Rodgau

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(Foto: Künstler)

Inwieweit Pandemie-Einschränkungen wieder Veränderungen notwendig machen, weiß die Stadt Rodgau freilich nicht. Die städtische Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt will aber das Kulturprogramm in Rodgau auf jeden Fall hochhalten und stellt daher das Programm der Saison 2021/22 vor – einschließlich etlicher Nachholveranstaltungen aus der vergangenen Saison.

Der Einzelticketverkauf hat bereits begonnen. Näheres über Preise und Ermäßigungen sowie detaillierteres zu den Aufführungen sind auf den Internetseiten von www.rodgau-theater.de zu finden oder im persönlichen Gespräch mit der AKSE, Tel. O6106/693-1227, zu erfragen.

Mit George Orwells Klassiker „1984“ und TV-Star Jaques Breuer beginnt der Theaterspielplan am 22. November. Ein eindringliches Stück, im Zeitalter von Smartphone und Alexa bedrohlich aktuell. Ihm folgt eine Theateradaption der erfolgreichen Filmkomödie „Monsieur Pierre geht online am 5. Dezember. Zu erwarten ist ein charmant-verspielter, sehr vergnüglicher und opa-enkel-tauglicher Abend mit Stars wie Walter Plathe, Bürger Lars Dietrich und Manon Straché. Ebenso eine Theateradaption, als Werk mit dem Pulitzerpreis bedacht und als Film mit 4 Oscars ist „Miss Daisy und ihr Chauffeur“, 5. März, in Rodgau top besetzt mit Doris Kunstmann und Ron Williams.

Einen gar nicht charmanten Hintergrund hingegen hat der Polit-Thriller „Aus dem Nichts“ am 23. April. Ein emotionales Drama über die persönlichen Folgen eines Bombenattentates und Irrungen bei der Aufklärung – eine Nähe zum NSU-Prozess ist nicht zu verleugnen. Viel lustiger, aber nicht minder niveauvoll, wird die Theaterreihe am 14. Mai mit Moritz Netenjakobs Dramödie „Extrawurst“ abgeschlossen. Ein Tennisverein möchte einen Vereins-Grill anschaffen und zerlegt sich nach und nach in der Frage, ob für das einzige muslimische Mitglied ein eigener, schweinefleischfreier Grill notwendig ist.

Im Kabarettbereich des Großen Saales sind erstmals Tillack & Blömer am 23. Oktober zu Gast, die in keine Schublade reinpassen: Eine Mixtur aus Slapstick, Akrobatik und intelligentem Wortwitz. Die wohl beste Frau im deutschen Kabarett Simone Solga beehrt die Rodgauer Bühne am 17. Dezember einmal wieder, zwar nicht mehr als Kanzlersouffleuse aber wie immer sehr frech und bissig. Eine Premiere in Rodgau feiern hingegen „Die Feisten“ am 14. Januar. Die Programmmacher sind sich sicher, dass die beiden mit ihrer stoischen Art und der Auswahl ihrer besten Songs die Leute zu Lachexplosionen führen werden und viele neue Fans gewinnen. Carmela de Feo, „La Signora“ des Musikkabaretts, wird ihre Besucher mit Haarnetz, Akkordeon, Ruhrpott-Schnauze und „Tanz-Tourette-Syndrom“ am 4. März wieder zu strömenden Lachtränen treiben. Satirischer geht es mit der „Distel“, einer von Deutschlands bekanntesten Kabarett-Gruppen aus Berlin am 19. März.

Der „Stachel am Regierungssitz“ debattiert wie immer hochaktuell über den Zustand der Republik und die deutschen Befindlichkeiten. Die Musikformation „Gankino Circus“, 28. April, präsentiert handgemachte Musik aus aller Herren Länder gepaart mit provinziellem Wahnsinn und fränkischer Kerb. Abgefahren und Kultverdächtig! Im Kleinen Saal gastiert Gregor Pallast am 1. Oktober. Er war Gewinner des Jury- und des Publikumspreises beim Reinheimer Satirelöwen 2019. Schönes, solides politisches Kabarett, wie man es bei den Newcomern der letzten Jahre nicht so oft findet. Wer sich über Unterschiede zwischen Deutschen, Türken und Russen amüsieren kann, sollte Liza Kos am 28. November auf keinen Fall verpassen, denn er wird hier aufs köstlichste unterhalten. Liza spricht, singt, spielt Gitarre, mehrere Rollen und mit Klischees.

Moritz Netenjakob mag vielen nicht bekannt sein. Dabei ist er Grimmepreisträger, Bestseller-Autor und gefragter Gagschreiber für „Wochenshow“, „Switch“, „Stromberg“, „Pastewka“ u.a.. Er präsentiert am 5. Februar einen Mix aus brüllend komischen Beobachtungen und verrückten Einfällen. Die Kleinkunst- und Kabarettreihe beendet schließlich das Duo „Notenlos“ am 6. Mai mit ihrer Lust an musikalischen Grenzüberschreitungen in Form eines Wunschkonzerts der Extraklasse. Das Publikum bestimmt frei, welches Lied in welchem Stil gespielt werden soll, niemand weiß wie der Abend verläuft, auch nicht die Musiker selbst.

Schließlich werden noch einige Veranstaltungen nachgeholt, die pandemiebedingt verschoben werden mussten. Auch hierunter befinden sich mehrere absolute Highlights, wie z.B. der Konzertabend „Die Udo Jürgens Story“ am 6. Oktober. „Ein Muss für alle Udo-Fans“ wie Tochter Jenny befindet. Live und hochgradig professionell lassen die Akteure das Publikum in allen großen Melodien des Meisters und literarischer Begleitung über Udos Leben, Liebe und Musik schwelgen. Auch Michael Hatzius und seine Echse haben es uneingeschränkt zum Kultstatus geschafft. Für ihre zahllosen Fans ist das großmäulige Reptil, zu Gast am 25. November, längst ein Guru.

Das Schattentheater „Moving Shadows“ feiert europaweit große Erfolge. Zu Rodgau haben die Darsteller Beziehungen aus deren Anfangszeiten und spielen daher immer wieder gerne in Nieder-Roden. Es wartet am 19. Dezember wieder ein Schatten-Spektakel der Extraklasse. Schauspielerin Gilla Cremer wird in ihrem Bühnen-Solo „Die Dinge meiner Eltern“ am 6. Februar einen schmerzlich-schönen Theaterabend über ein bewegendes Thema bringen, welches man oft verdrängt: Was tun mit dem Besitzstand der gerade verstorbenen Eltern, wo doch an jedem Gegenstand eine Geschichte hängt? Satiriker, Musiker und Tausendsassa Tobias Mann dürfte wie so oft mit unendlichem Witz und Verve am 12. Mai wieder die Bühne sprengen. Fast wörtlich könnte „die Bühne sprengen“ bei der Veranstaltung von Konrad Stöckel am 20. Mai befürchtet werden. In seiner Show „Wenn‘s stinkt und kracht ist‘s Wissenschaft – Umwelt“ begeistert er alle von 8 bis 88 Jahren mit aberwitzigen Experimenten und verblüffenden Effekten zum Lernen und Lachen.

(Text: PM Stadt Rodgau)

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