Festakt „10 Jahre Sprach- und Integrationsmittlung in der Stadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg“

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(Grafik: Landkreis Darmstadt-Dieburg)

In der Schule, beim Arzt oder im Jobcenter: Seit zehn Jahren vermitteln Helferinnen und Helfer der Sprach- und Integrationsmittlung erfolgreich zwischen Migrantinnen und Migranten und Institutionen. Sie helfen, bestehende Sprachbarrieren abzubauen, Verständigungsprobleme und soziokulturell bedingte Missverständnisse zu vermeiden.

Ihren Erfolg feiert die Sprach- und Integrationsmittlung am 1. Oktober 2021 in einem Festakt ab 17 Uhr im Kreishaus Darmstadt in Kranichstein: Zu den Ehrengästen zählen Rosemarie Lück, Sozial- und Jugenddezernentin des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie Dr. Gregor Wehner, Präsident des DRK-Kreisverbandes Darmstadt-Stadt e. V.

In einem Fachvortrag wird Prof. Dr. Bernd Meyer, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, über die Chancen der Sprachmittlung berichten. Ein Fachaustausch bietet einen Einblick in die Entstehung und Entwicklung des Projektes. Darüber hinaus werden Sprachmittlerinnen und Sprachmittler für ihr langjähriges Engagement geehrt. Für musikalische Kurzweil sorgt Nabeel Ismaeel mit seiner Oud. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Interkulturellen Wochen im Landkreis Darmstadt-Dieburg statt – je nach Pandemielage gegebenenfalls in Hybridformat. Weitere Informationen werden zeitnah im online- Programm unter www.ladadi.de/interkulturellewochen bekannt gegeben.

Oberbürgermeister Jochen Partsch dankt allen Mitwirkenden des Projektes und hebt dessen integrationspolitisch wichtige Bedeutung hervor: „Das Projekt Sprach- und Integrationsmittlung hat sich von einer Idee zu einer wertvollen und geradezu unentbehrlichen Unterstützungsmaßnahme in unserer Stadt entwickelt. Es erleichtert Menschen mit geringen Deutschkenntnissen den Zugang zu den Informations- und Beratungsangeboten im Bereich Gesundheit, Bildung und Soziales und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe.”

Rosemarie Lück, Sozial und Jugenddezernentin des Landkreises Darmstadt-Dieburg, verweist mit ihrem Dank vor allem auch auf die besondere Verantwortung gegenüber Familien, Kindern und Jugendlichen: „Beim Elterngespräch in der Kita, einem Termin in der Beratungsstelle oder bei der Vermittlung in Arbeit sollten nicht Kinder oder andere Angehörige übersetzen müssen. Die Sprachmittlerinnen und Sprachmittler sorgen durch ihre engagierte und qualifizierte Vermittlungsarbeit an entscheidenden Stellen für Verständigung. Ihre Sprachkenntnisse und ihr Engagement werden in diesem wichtigen Projekt zum Gewinn für uns alle.”

„Das Deutsche Rote Kreuz als Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband hilft geflüchteten Menschen sowie Migrantinnen und Migranten bedarfsgerecht und flexibel bei der Bewältigung ihrer Probleme. Wir engagieren uns für ein respektvolles Miteinander von Zuwanderern und Einheimischen. Das gelingt uns unter anderem mit Angeboten wie der Sprach- und Integrationsmittlung. Wir freuen uns und sind dankbar, dass uns so zahlreich Sprachmittlerinnen und Sprachmittler darin unterstützen, den Weg in die Aufnahmegesellschaft zu erleichtern und würdevoller zu gestalten”, fügt Dr. Gregor Wehner hinzu.

Über das Projekt Sprach- und Integrationsmittlung

Das Angebot der Sprach- und Integrationsmittlung ist ein Kooperationsprojekt, das bereits seit 2007 in der Wissenschaftsstadt Darmstadt und seit 2011 im Landkreis Darmstadt-Dieburg den Institutionen und Einrichtungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales zur Verfügung steht. Ein rund 100 Personen starkes Team hilft, sprachliche und soziokulturelle Barrieren zu überwinden: Sprachmittlerinnen und Sprachmittler sorgen für eine verständliche und vertrauensvolle Kommunikation zwischen Fachpersonal und Migrantinnen und Migranten mit geringen Deutschkenntnissen.

Die Sprach- und Integrationsmittlung ist ein Kooperationsprojekt in Trägerschaft des DRK-Kreisverband Darmstadt Stadt e.V., finanziert aus Mitteln der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg.

(Text: PM LaDaDi)