„Wir sind jetzt“ – eine neugestaltete Straßenbahn verbindet die jüdische Geschichte Frankfurts mit der Gegenwart

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VGF-Straßenbahn mit Motiven des Jüdischen Museums (Foto: Stefanie Kösling)

Vor knapp einem Jahr wurde das neue Jüdische Museum Frankfurt unter dem Motto „Wir sind jetzt“ eröffnet. Sein vielfältiges Programm erfreut sich seither großer Resonanz. Zum einjährigen Jubiläum fährt nun eine eigens gestaltete Straßenbahn durch Frankfurt, die Gesichter und Geschichten aus der jüdischen Stadtgeschichte mit der Gegenwart verbindet.

„Die Straßenbahn wird in Zukunft im Stadtgebiet Frankfurts zu sehen sein und unterstreicht das Selbstverständnis des Jüdischen Museums als Museum ohne Mauern, das in die Gesellschaft hineinwirken will“, führt Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig kurz vor der ersten Fahrt mit der neugestalteten Straßenbahn aus. Museumsdirektorin Mirjam Wenzel ergänzt: „Ich danke der  Verkehrsgesellschaft Frankfurt für die Kooperation, die nun zu unserem ersten Jubiläum weithin sichtbar wird.“ Der Geschäftsführer der VGF, Thomas Wissgott, fügt hinzu: „Wir sind stolz, Partner dieser so wichtigen Frankfurter Einrichtung zu sein. Die Straßenbahn ist nicht nur thematisch und optisch gelungen, sie präsentiert das vielfältige jüdische Leben und ist zugleich auch eine ‚erfahrbare‘ Einladung an alle unsere Fahrgäste.“

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(Foto: Stefanie Kösling)

Neben dem Schriftzug „Wir sind jetzt“ sind auf der Straßenbahn das monumentale Gemälde „Moses“ von Moritz Daniel Oppenheim (1817/18), ein Porträtgemälde von Caroline von Rothschild aus dem Jahr 1825 und ein Amateurfoto aus dem Jahr 1912 zu sehen, das Anne Franks Tante und Onkel, Leni und Jean-Michel Frank, beim Theaterspielen zeigt.

Die historischen Bilder sind der Dauerausstellung „Wir sind jetzt:: Jüdisches Frankfurt von der Aufklärung bis zur Gegenwart“ entnommen, die auf drei Etagen im Rotschild-Palais zu sehen ist. Sie werden von Aufnahmen begleitet, die zeitgenössische Persönlichkeiten wie den Frankfurter Gastronomen James und David Ardinast, die Sängerin Joy Denalane, die Schriftstellerin Mirna Funk und den Tatortkommissar Wolfram Koch vorstellen.

(Text: PM Stadt FFM)