OB Partsch unterzeichnet Resolution für Nachhaltigkeit

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17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. (Grafik: Wissenschaftsstadt Darmstadt)

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt schließt sich der Erklärung „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ an.

Die Stadtverordneten verabschiedeten die Unterzeichnung der Resolution am 30. September. Oberbürgermeister Jochen Partsch unterzeichnete daraufhin das Dokument noch während der Stadtverordnetenversammlung und bekräftigte das Engagement für die lokale Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.

OB Partsch erklärte: „Die ‚Dekade des Handelns‘ ist bereits angebrochen. Bis 2030 bleiben wenige Jahre, um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen und drängende Zukunftsaufgaben zu lösen. Vor Ort leisten wir durch eine nachhaltige Transformation unserer Stadt einen Beitrag zur lokalen Umsetzung der Ziele, um Wirtschaft, Umwelt und Soziales in Einklang zu bringen. Meilensteine sind beispielsweise die Stadtentwicklungsstrategie Masterplan DA2030+ und unser Pfad zur Klimaneutralität bis 2035.“

Die lokale Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verbindet unter ihrem Dach zahlreiche kommunale Politikfelder. Darunter fallen die Bekämpfung von Armut, die Gewährleistung einer hochwertigen Gesundheitsversorgung und Bildung, die soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion aller Bürgerinnen und Bürger in eine diverse und internationale Stadtgesellschaft, die nachhaltige Stadtentwicklung und Mobilität ebenso wie der Klima- und Umweltschutz.

„Als Stadt stellen wir uns auch unserer globalen Verantwortung. Viele Herausforderungen vor denen wir in Darmstadt stehen, haben eine globale Dimension. Wie vernetzt unsere Welt ist, zeigen die Klimakrise, globale Pandemien ebenso wie Migrationsbewegungen. Die Covid 19-Pandemie hat den Handlungsdruck zusätzlich verstärkt. Die Folgen der Pandemie verdeutlichen, welche Auswirkungen die Gefährdung bereits eines der Nachhaltigkeitsziele, in diesem Fall des Gesundheitsziels, auf andere Lebensbereiche nach sich ziehen kann“, ergänzte der Oberbürgermeister.

Neben der lokalen Umsetzung der Ziele der Agenda 2030 engagiert sich die Stadt entwicklungspolitisch: Darmstadt ist seit 2013 Fairtrade-Stadt, fördert fairen Handel und baut die faire und nachhaltige Beschaffung aus. Die Stadt setzt gemeinsam mit Kommunen des Globalen Südens Projekte der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit um, wie mit der Partnerstadt Uzhhorod in der Ukraine und mit Kairouan in Tunesien. In internationalen fachlichen Netzwerken bringt sich die Stadt mit lokalen Lösungsansätzen ein und kann selbst von innovativen Ideen lernen.

Der Resolution „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ des Deutschen Städtetags und der deutschen Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen Europas haben sich aktuell etwa 200 Kommunen angeschlossen. Mit der Unterzeichnung wird Darmstadt zugleich Teil des Netzwerks der „Club der Agenda 2030-Kommunen“. Die Resolution bekräftigt den Einsatz für eine lokale Umsetzung der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“, die am 27. September 2015 von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen einstimmig verabschiedet wurde. Die Agenda 2030 formuliert eine transformative Vision für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung. Ihr Kernstück sind die sogenannten 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), welche bis 2030 umgesetzt werden sollen.

(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)