Neue Mitte um den Bahnhof Frankfurt-Griesheim

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Präsentation des Siegerentwurfes für die Neue Mitte um den Bahnhof Griesheim. (Illustration: Stadt Frankfurt am Main)

Einladend, aufgeräumt und barrierefrei: Für die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds in Griesheim liegen nun Entwürfe vor.

In dem einphasigen Planungswettbewerb, den die Stadt Frankfurt am Main vergangenen November ausgelobt hatte, hat sich unter den eingereichten Entwürfen das Konzept der Arbeitsgemeinschaft faktorgruen Landschaftsarchitekten bdla beratende Ingenieure, mit Fichtner Water & Transportation, beide aus Freiburg durchgesetzt. Damit ist der Planungswettbewerb entschieden, im Anschluss wird das sogenannte Verhandlungsverfahren durchgeführt. Für Bürgerinnen und Bürger wird es einen digitalen Infoabend am Donnerstag, 4. November, geben.

Den Vorsitzenden des Preisgerichts, Thomas Wirth, überzeugte der Siegerentwurf insbesondere durch die Schaffung einer urbanen Mitte mit einem klar umgrenzten und gestalteten Platzfeld. Der Entwurf bietet insgesamt gut vernetzte Teilräume mit hoher Flexibilität und vielfältigen Aufenthalts- und Nutzungsangeboten. Platzflächen und Fahrbahn erhalten ein urbanes Erscheinungsbild durch qualitätvolle Oberflächengestaltungen. Besonders positiv wird auch die Aufwertung der Vorfläche des Saalbaues gesehen, die neue Qualitäten durch ihre Umgestaltung mit Sitzstufen und einem Fontänenfeld erhält. Die Platzflächen sind durch Bäume und sogenannte „Grüne Kissen“ mit Grün ausgestattet. Sogenannte „Stadtsofas mit Holzauflage“ bieten auf dem Platz unterschiedliche Aufenthalts- und Ruhemöglichkeiten.

„Ich denke, hier wurde eine gute Lösung gefunden, um im Rahmen des Stadtumbaus Griesheim-Mitte eine deutliche Verbesserung der Situation zu erreichen“, sagt Planungsdezernent Mike Josef.

Mit dem zweiten Preis wurde die Arbeitsgemeinschaft ambrosius blanke verkehr.infrastruktur aus Bochum mit lohrer hochrhein landschaftsarchitekten und stadtplaner aus München ausgezeichnet. Der Entwurf führt die unterschiedlichen Teilräume durch eine einheitliche Oberflächengestaltung zusammen. Große Nutzungsoffenheit und Flexibilität sind wesentlich für diesen Ansatz.

Beiden Entwürfen ist gemeinsam, dass die neu zu erstellenden Treppenabgänge der Fußgängerunterführung identitätsstiftende Überdachungen bekommen. Der große Schnurbaum des heutigen „Bahnhofsgärtchens“ bleibt erhalten. Auf der Nordseite soll es zukünftig mehr Platz für Außengastronomie geben.

Aufgrund der Coronapandemie werden die Bürgerinnen und Bürger überwiegend online informiert und beteiligt. Alle Entwürfe sind unter stadtplanungsamt-frankfurt.de online einsehbar. Zudem sind die Entwürfe ab heute bis Freitag, 5. November, vor Ort in Griesheim ausgestellt. In der Stadtteilbibliothek sind alle fünf eingegangenen Entwürfe zu den Öffnungszeiten ausgestellt: mittwochs und donnerstags von 13 bis 18 Uhr, freitags von 11 bis 17 Uhr. Zusätzlich bietet die Bibliothek am Freitag, 15. Oktober, eine verlängerte Öffnungszeit bis 19 Uhr an. Außerdem ist der Siegerentwurf ab Mitte Oktober am Bahnhofsgebäude im Außenbereich rund um die Uhr zu sehen.

Vor dem anschließenden Verhandlungsverfahren mit den beiden Preisträgern ist ein Bürgerinformationsabend am Donnerstag, 4. November, um 18 Uhr geplant. Die beiden Preisträgerbüros sowie Fachleute aus dem Stadtplanungsamt werden die Pläne erläutern und stehen für Fragen zur Verfügung. Auch Hinweise der Bürgerinnen und Bürger für die weitere Planung sind willkommen. Aufgrund der andauernden Coronapandemie findet dieser Termin digital statt. Zur Teilnahme wird um Anmeldung per E-Mail an info@griesheim-mitte.de gebeten. Wer an einer digitalen Veranstaltung technisch nicht teilnehmen kann, wendet sich bitte ebenfalls an die genannte E-Mail-Adresse.

Hintergrund des Vorhabens ist, dass das Quartier Griesheim-Mitte in das Förderprogramm des Bundes und Landes „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ aufgenommen wurde. Die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes wird über die Fördermittel umgesetzt. Grundlage für die Planerinnen und Planer waren unter anderem die Ergebnisse der ersten Bürgerbeteiligung im Oktober 2020.

(Text: PM Stadt Frankfurt)