StadtschülerInnenrat trifft sich zu konstituierender Sitzung in der Paulskirche

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Sitzung des StadtschülerInnenrates: Vorstands-Mitglieder und OB Peter Feldmann. (Foto: Max Scharffetter)

Lange war aufgrund der Corona-Pandemie der Vorsitz des StadtschülerInnenrates (SSR) vakant. Am gestirgen Mittwoch (6.) hat sich dieser zur konstituierenden Sitzung in der Paulskirche getroffen, um einen neuen Vorstand zu wählen. Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner-Gölbașı und Oberbürgermeister Peter Feldmann begrüßten die Abgesandten der Frankfurter Schulen. Es handelte sich um das erste Treffen des Gremiums an diesem Ort.

Zum neuen Vorsitzenden wurde Hannes Kaulfersch, SSR-Delegierter der Wöhlerschule, gewählt. „Nach eineinhalb Jahren ohne gewählten Vorsitz ist es nun wichtig, von der provisorischen Arbeit wieder in feste Strukturen zu kommen“, sagte Kaulfersch nach seiner Wahl. Zuerst wolle sich der SSR der Antidiskrimmininierungsarbeit in allen Bereichen widmen, so der neue Vorsitzende. „Außerdem ist das Jugendparlament auf der Zielgerade, das müssen wir weiter vorantreiben.“ Auch insgesamt wolle sich der SSR intensiver an der Arbeit der städtischen Fachausschüsse beteiligen.

Der Oberbürgermeister stellte in seiner Ansprache eine Verbindung zwischen der Paulskirche als Wiege der deutschen Demokratie und dem Wirken des SSR her. Dieses erschöpfe sich nicht in der bildungspolitischen Zielstellung, möglichst gute Rahmenbedingungen für die Frankfurter Schülerinnen und Schüler zu erzielen, sondern auch für mehr demokratische Teilhabe junger Menschen zu kämpfen. Dabei lobte Feldmann das nahezu vollständig fertig gestellte Konzept eines Jugendparlamentes. „Ihr treibt Politik voran. Das ist wunderbar und dafür gebührt euch mein großer Dank“, sagte der Oberbürgermeister.

Mit diesem Engagement leisteten die Schülervertreter einen wichtigen Beitrag gegen Politikverdrossenheit, betonte das Stadtoberhaupt. Zwar seien einige Fragen wie Rederechte in anderen Gremien noch offen, aber das „durchdachte und sehr detaillierte Konzept“ sei auf einem guten Weg. „Wir stehen hier Seite an Seite“, betonte Feldmann und sicherte dem SSR seine weitere Unterstützung zu.

Die politische Teilhabe junger Menschen müsse viel mehr gefördert werden, sagte Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner-Gölbașı. Es sei überfällig, dass junge Leute in den Parlamenten Gehör bekämen. Deshalb habe sie als ersten wichtigen Schritt den Antrag auf ein Rederecht für Vertreterinnen und Vertreter des SchülerInnenrats in der Stadtverordnetenversammlung und in den Fachausschüssen gestellt. „Das Rederecht ist vor allem deswegen wichtig, weil wir noch kein Jugendparlament haben“, sagte die Stadtverordnetenvorsteherin.

Sie begreife das Rederecht für den SSR als einen Prozess der Integration, sagte Arslaner-Gölbașı. Integration heiße nicht nur, Menschen unterschiedlicher Herkunft in einer Stadtgesellschaft zusammenzuführen, sondern auch, die Ideen, das Engagement und natürlich die Bedürfnisse von Menschen unterschiedlichen Alters in eine Gesellschaft einzubinden. „Wir müssen die Potenziale der jungen Menschen endlich besser wahrnehmen und sie zum Wohle aller nutzen.“

Weitere Informationen zur Arbeit des SSR gibt es im Internet unter ssr-frankfurt.de.

(Text: PM Stadt Frankfurt)