Diskussion im Livestream: GENDER(n) – Wahn oder Sinn?

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(Grafik: wissenschaft.hessen.de)

In der Veranstaltungsreihe „Die Stunde der Wahrheit“ lädt Wissenschaftsministerin Angela Dorn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein, damit Bürgerinnen und Bürger mit ihnen ins Gespräch kommen können – eigentlich am Stammtisch, zurzeit aufgrund der Pandemie im virtuellen Raum.

Am 19. Oktober um 19 Uhr heißt das Thema: „GENDER(n) – Wahn oder Sinn?“. Zu Gast sind Prof. Dr. Helma Lutz, Professorin für Frauen- und Geschlechterforschung am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe Universität in Frankfurt und Prof. Dr. Anette Henninger, Professorin für Politik und Geschlechterverhältnisse mit Schwerpunkt Sozial- und Arbeitspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Durch die Veranstaltung führt NDR-Moderator Tim Berendonk.

Chancen des Gendern

In der sechsten „Stunde der Wahrheit“ wollen sie unter Bezug auf wissenschaftliche Erkenntnisse diskutieren, welche Chancen das „Gendern“ in der Sprache bringt, welche Spannungen es auch erzeugt und wie Vielfalt und Akzeptanz in der Gesellschaft noch befördert werden können.

Stimmen der Wissenschaft vernehmen

„Aufgeheizte Diskussionen um geschlechtergerechte Sprache, um Gender-Gap, Sternchen und Doppelpunkt bergen die Gefahr, dass verloren geht, was das alles eigentlich soll: Respektvoller und angemessener Umgang stehen allen Menschen zu, gleich welcher geschlechtlichen Identität – und dazu gehört auch, dass sie in unserer Sprache vorkommen“, erklärt Wissenschaftsministerin Angela Dorn. „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit Gender-Fragen – es ist wichtig, dass ihre Stimmen laut und vernehmbar sind. Wissenschaft muss sich verständlich ausdrücken, ohne zu banalisieren. Sie muss zugänglich sein, damit Menschen sich nicht ausgeschlossen fühlen. Ich möchte mit der Veranstaltungsreihe ,Die Stunde der Wahrheit‘ einen Beitrag dazu leisten, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Menschen ins Gespräch kommen, die nicht täglich mit wissenschaftlichen Argumenten zu tun haben. Dabei wollen wir Themen in den Fokus nehmen, die in der öffentlichen Diskussion stehen. Dabei soll und kann es nicht darum gehen, die ‚eine Wahrheit‘ zu verkünden. Wissenschaft ist nicht im Besitz der Wahrheit – aber sie strebt danach. Wissenschaftliche Belege immer wieder zu hinterfragen, zu verifizieren, zu falsifizieren und dadurch Erkenntnisse zu verfeinern – das ist das Handwerk der Wissenschaft.“

Diese Expertinnen sind zu Gast

Prof. Dr. Helma Lutz ist eine deutsche Gesellschaftswissenschaftlerin und Professorin für Frauen- und Geschlechterforschung an der Goethe-Universität Frankfurt. Meine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Geschlechterstudien, Migrationsstudien und Kulturwissenschaften und verbindet Erkenntnisse aus Soziologie, Erziehungswissenschaften und Politikwissenschaften.

Prof. Dr. Annette Henninger ist Professorin für Politik und Geschlechterverhältnisse mit Schwerpunkt Sozial- und Arbeitspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind geschlechterpolitische Interventionen durch soziale Bewegungen (insbesondere Frauenbewegungen, homosexueller und queerer Aktivismus), Parteien und Gewerkschaften, die Geschlechtereffekte von Sozial-, Familien- und Arbeits(markt)politik sowie aktuelle antifeministische Mobilisierungen und deren Effekte auf die Demokratie.

Livestream am 19. Oktober um 19 Uhr unter hessenlink.de/sdwgender

(Text: PM Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst)