Frankfurt: Akkreditierung des Gesunde Städte-Netzwerks bei der WHO

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(Symbolfoto: tomwieden auf Pixabay)

Das Gesunde Städte-Netzwerk der Bundesrepublik Deutschland wird bis 2025 am Gesunde Städte-Projekt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilnehmen. Dies hat das Regionalbüro der WHO für Europa dem Frankfurter Gesundheitsamt mitgeteilt.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer sprach dem Gesundheitsamt und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Sekretariats seine Anerkennung aus: „Die Akkreditierung bei der WHO zeigt, dass wir mit dem Gesunde Städte Netzwerk auf dem richtigen Weg sind. Die Bewältigung bestehender und neu entstehender klima- und umweltbedingter Gesundheitsrisiken ist eines unserer zentralen, kommunalen Ziele. Hierbei kann das WHO-Netzwerk und unser bundesweites Gesunde Städte-Netzwerk einen sinnvollen und unterstützenden Beitrag leisten.“

„Generell müssen kommunale Maßnahmen beispielsweise für die Klimaschutzziele immer auch gesundheitlichen Zielen dienen. Im nationalen wie im europäischen Rahmen können Kommunen effektiv voneinander lernen und sich gegenseitig inspirieren“, sagte Dr. Peter Tinnemann, Leiter des Gesundheitsamtes, der in der Akkreditierung im europäischen Verbund die große Chance, auf kommunaler Ebene die globalen Herausforderungen für den Schutz der Gesundheit anzunehmen und zu gestalten, sieht. „Die Herausforderungen sind vielfältig. Die Eindämmung und Kontrolle der Antibiotikaresistenz ist überlebenswichtig, genauso wie der unübersehbare Bedarf an Aufklärung gerade im Hinblick auf übertragbare Krankheiten nicht nur wie Covid-19, sondern auch Tuberkulose, HIV/AIDS und Hepatitis als auch durch Vektoren, also durch lebende Organismen, übertragene und vernachlässigte Tropenkrankheiten sind notwendig.“

„Im fachlichen Austausch mit anderen europäischen Ländern, die dem WHO-Netzwerk angehören, sind die Ziele eher erreichbar“, stellen Hans Wolter, bundesweiter Koordinator und Reiner Stock vom Verein Selbsthilfe aus dem Sekretariat die Erwartung der WHO an kommunale Maßnahmen fest. „Vorrangige Gesundheitsziele für ganze Bevölkerungsgruppen vor allem im Bereich nicht übertragbarer Krankheiten können dabei von der Stadt Frankfurt zusammen mit den Partnerkommunen im Netzwerk erreicht und durch geeignete Indikatoren nachgewiesen werden.“

Die an der Phase VII des Gesunde-Städte-Netzwerks der Europäischen Region der WHO teilnehmenden nationalen Netzwerke haben sich der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, dem Europäischen Arbeitsprogramm der WHO – „Gemeinsam für mehr Gesundheit in Europa“ und dem Konsens der Kopenhagener Tagung der Bürgermeister – Gesündere und glücklichere Städte für alle“ verschrieben.

Weitere Informationen gibt es unter https://www.euro.who.int/en/health-topics/environment-and-health/urban-health/who-european-healthy-cities-network.

Über das Gesunde Städte Netzwerk

Im Juni 1989 gründeten in Frankfurt am Main zehn Städte und ein Kreis das kommunale Sprachrohr auf Bundesebene als Netzwerk, damit Gesundheitsförderung für alle im Alltag der Menschen ankommt. Aktuell sind 91 Mitgliedskommunen mit insgesamt über 24 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner Teil des nationalen Netzwerkes, dass sich nun auch auf internationaler Ebene für Gesundheit für alle austauschen und einsetzen wird.

Das Netzwerk versteht sich als kommunales Sprachrohr auf der Bundesebene für die kompetente Gestaltung einer lebensweltlichen Gesundheitsförderung durch integrierte Handlungsansätze und bürgerschaftliches Engagement.

Das Sekretariat im Frankfurter Gesundheitsamt und beim Verein Selbsthilfe, der als Partner für die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger steht und in der Geschäftsführung eingebunden ist, koordiniert die Aktivitäten des deutschen Netzwerks zur kommunalen Gesundheitsförderung und Prävention bundesweit.

Weitere Informationen gibt es unter https://gesunde-staedte-netzwerk.de/.

(Text: PM Stadt Frankfurt)