Fahrzeuggespann auf A3 bei Rodgau um nahezu 90 Prozent überladen

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(Foto: Polizei Südosthessen)

Um nahezu 90 Prozent war ein Fahrzeuggespann überladen, das Beamte der Direktion Verkehrssicherheit des Polizeipräsidiums Südosthessen am Dienstagvormittag (26.) an der Autobahn 3 bei Rodgau in Fahrtrichtung Würzburg unter die Lupe nahm. Die Weiterfahrt für die beiden Männer, die zwei in Österreich angekaufte Autos transportierten und diese auch noch mit “Metallschrott” beladen hatten, wurde zunächst untersagt. Neben einem Bußgeld bedeutete die massive Überladung einen zeitlichen und logistischen Mehraufwand für die Männer.

Minibusse und illegaler Personentransport lautete die Zielrichtung der länderübergreifenden Kontrollmaßnahme, bei der neben der Polizei Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg auch Beamte des Bundesamts für Güterverkehr ihre Fachexpertise einbrachten. Im Rahmen der Kontrollen musste einem Transporter die Weiterfahrt aufgrund stark abgefahrener Reifen auf der hinteren Achse untersagt werden. Dank eines befreundeten Reifenhändlers des Fahrers aus Frankfurt konnte der “Mangel” jedoch schnell behoben und die Weiterfahrt zeitnah gestattet werden. Zwischen 9 und 15 Uhr wurden zehn Fahrzeuggespanne, neun einzelne Fahrzeuge sowie 40 Personen kontrolliert. Hierbei gilt es zu erklären, dass das Verwiegen und die Kontrolle eines Gespanns sehr zeitintensiv sind. Vier Fahrern wurde die Weiterfahrt untersagt, drei Ladungssicherungsverstöße sowie mehrere Verstöße gegen die Sozialvorschriften, hierbei handelt es sich unter anderem um Bestimmungen zur Lenk- und Ruhezeit, stellten die Beamtinnen und Beamten fest.

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(Foto: Polizei Südosthessen)

Bei drei Gespannen war das vorgeschriebene Kontrollgerät nicht eingebaut, sodass diesen die Weiterfahrt als Gespann untersagt wurde; die Fahrt als “Solofahrzeug”
konnte jedoch gestattet werden. Entsprechende Anhänger mussten abgehangen und durch geeignete Fahrzeuge abgeholt werden. In einem Fahrzeug wurden 16 teilausgefüllte Impfpässe für Hunde aufgefunden, was den anfänglichen Verdacht einer Urkundenfälschung beziehungsweise den Verdacht von Vorbereitungshandlungen im Zusammenhang mit illegalem Tierhandel erweckte. Nach entsprechenden Ermittlungen unter Hinzuziehung des Veterinäramtes des Kreises in Dietzenbach führten dazu, dass sich der Verdacht nicht erhärtete und von einer weiteren Verfolgung Abstand genommen wurde. Als Fazit ist festzuhalten, dass durch das Fachwissen der eingesetzten Beamtinnen und Beamten von Polizei und dem Bundesamt für Güterverkehr nicht unerhebliche Verstöße aufgedeckt werden konnten. Das Ziel, den Verkehrsraum sicherer zu machen und durch präventive Polizeiarbeit Unfällen vorzubeugen, konnte durch die länderübergreifende Sicherheitskontrolle am Dienstagvormittag nachgekommen werden.

(Text: PM Polizei Südosthessen)