Aufwendige Pflege des Odenwaldklubs Eppertshausen im Biotop

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Fleißig geschnitten und gerecht wurde bei der Biotppflege des Odenwaldklubs Eppertshausen. (Foto: OWK Eppertshausen)

Der „Odenwälder Abend“ des Odenwaldklubs Eppertshausen sollte am Wochenende wieder durchgeführt werden. Doch schon im Vorfeld zeichnete sich ab, dass dieser auch in diesem Jahr, geschuldet durch die ansteigenden Infektionszahlen, nicht stattfinden kann. Kurzfristig wurde der gesellschaftliche Höhepunkt im Jahreszyklus zum Biotop-Pflegetag umgewandelt.

Das große Feuchtbiotop „In den Stöcken“ am Radweg nach Münster, mit dem markannten Storchenmast musste von Schilf und wuchernden harten Gräsern befreit werden. Eine schiere Herkules-Aufgabe die viel händische Arbeitskraft erforderte. Die ganze Woche hörte man weithin die Motorsensen die sich durch das Gestrüpp frästen. Die ausladenden Weidengebüsche wurden auf den Stock geschnitten, die Weißdornhecken auf der gesamten Fläche zurückgenommen.

Die Äste und Stämme des Heckenschnitts mit dem Traktor herausgezogen, diese türmten sich meterhoch vor dem Biotop auf. Die Grasmaat wurde zusammen gerecht und für den Abtransport aufgesetzt. Bereits am Freitag konnte ein großer Teil der Biomasse auf die Deponie abgefahren werden.

Nach getaner Arbeit gab es Kartoffeleintopf für die Helferinnen und Helfer. (Foto: OWK Eppertshausen)

Am Samstagmorgen trafen sich die Helferinnen und Helfer, um im Gelände noch verbliebenes Material herauszuschneiden und zusammen zu rechen. Bis zum Mittag war auch dies geschehen und so stärkte sich die Truppe bei leckerem Kartoffeleintopf. Rechtzeitig vor dem einsetzenden Regen waren alle Maschinen wieder verladen und es wurde zur Heimkehr aufgebrochen.

Nun hat das Biotop wieder Zeit sich zu entwickeln, die Flachwasserzonen auch bald wieder mit Wasser füllen, die dann den Amphibien im Frühjahr als idealer Laichplatz bietet. Kleinere Gras- und Schilfinseln die man stehen ließ bieten noch genug Deckung für die Tierwelt. Ende November soll dann noch von einer Fachfirma die morschen Pappeln an der Ostseite kräftig zurückgeschnitten werden.

Den besonderen Dank gebührt bei dieser Aktion auch dem Bauhof der Gemeinde die dankenswerter Weise sehr zeitnah bei der Abfuhr unterstützte.

Bereits am Montagabend fanden sich zwei Rehe und eine Kette von Fasanen wieder ein.

(Text: PM Odenwaldklub Eppertshausen)