Die RODGAU ART 21 konnte fast wie gewohnt stattfinden

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Die RODGAU ART 21 (Foto: ah)

Im vergangenen Jahr war die Kunstausstellung „Rodgau Art“ nur virtuell möglich. Die Werke der „Aussteller“ waren ausschließlich über das Internet zu bewundern. Aber am Wochenende war es fast wieder wie gewohnt.

Im Bürgerhaus Nieder-Roden und in der angrenzenden Sporthalle präsentierten 75 Künstler ihre Werke. Es wirkte fast „normal“, allerdings gab es dann doch einige Veränderungen, da es sich um ein 3 G-Veranstaltung handelte. Auf das Künstlercafé des SOS-Helferkreises musste man verzichten, was viele bedauerten. Lediglich Getränke in Flaschen konnten die SOS-Damen ausgeben. Die Vernissage und Führungen fiehlen ebenfalls aus, da es hier kaum möglich gewesen wäre, dichte Menschenansammlungen zu verhindern. Aber diese Einschränkungen schreckten keinen vom Besuch der „21.Rodgau“ ab. Das Nachholbedürfnis war anscheinend sehr groß.

Schon am Samstag, ein üblicherweise ruhiger Tag, wurden mehr als 400 Besucher gezählt und am frühen Sonntagnachmittag waren es dann auch über 500. Bei der Eingangskontrolle wurde auch eine Zählung durchgeführt und so gab es diesmal auch genaue Besucherzahlen. Lediglich der Versuch, die Ausstellungszeit am Samstag in den Abend hinein zu verlängern, brachte nicht das erhoffte Ergebnis. Über die insgesamt gute und große Resonanz freuten sich besonders Gabriele Ziegler und Martin Winter, die Organisatoren der Ausstellung von der Rodgauer Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt. Bemerkenswert war auch, dass selbst die Künstler von dem besonders großen Interesse profitierten. Es wurden mehr Werke als üblich verkauft. Die Auswahl war auch wieder groß und 30 neue Aussteller bereicherten das Angebot. Auch die „Reichweite“ der Rodgau Art war wieder bemerkenswert.

Die RODGAU ART 21 (Foto: ah)

Ähnlich groß war die Bandbreite der Kunstwerke. War die Bühne des Bürgerhauses oft der Platz für Installationen, so fiel der Blick diesmal auf zwei große Minotaurus-Skulpturen des freischaffenden Bildhauers Stefan Kempf aus Erlenbach. Gemälde in den verschiedensten Stilen und Techniken, Fotografien, teils digital verfremdet, sowie zahlreiche Skulpturen aus Holz und anderen Werkstoffen.

In seinem Vorwort zum Ausstellungskatalog stellte Rodgaus Kulturdezernent Winno Sahm die Frage, wie sich die ungewollte, ja schmerzliche Auszeit der letzten 18 Monate auf das Ausstellungsgeschehen auswirke, denn Kunst sei ja immer auch ein feiner Seismograph gesellschaftlicher Erschütterungen. Am Ende konnte man diese Frage positiv beantworten. Neben dem sehr guten Besuch „war es schon auffällig, das sich die Menschen intensiver mit den Werken und den Künstlern beschäftigten“, so das Resümee von Gabriele Ziegler.

(Text: ah)

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