Otzberger Bildungslandschaft kommt voran

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(Foto: LaDaDi)

Am vergangenen Samstag (13.) waren sie eingeladen, die Otzberger Jugend, Vereine, soziale Einrichtungen, Unternehmen und Engagierten, die sich in der Gemeinde für Kinder, Jugendliche und ihre Familien einsetzen möchten. So folgten rund 40 Gäste der Einladung der Gemeinde Otzberg, die gemeinsam mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg das Projekt „Lern- und Bildungslandschaften“ auf den Weg brachte. Otzberg fungiert dabei als Modellkommune, in der innovative Kooperationen und Projekte im Zusammenschluss der genannten Akteure erprobt werden.

Durch den vierstündigen Workshop führte der erfahrene Sozialpädagoge Dieter Assel, der gleich zu Beginn inhaltlich einführte und die Anwesenden über die Zielsetzungen des Projekts aufklärte. Unter dem Motto „Bildung neu denken und organisieren“ folgten die Ziele, mit Bildung früher zu beginnen, Bildung an der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen zu orientieren, Bildung gemeinsam zu verantworten statt in Zuständigkeiten zu denken sowie die Bildungsakteure zu beteiligen.

Mit dieser anspruchsvollen Zielsetzung wurden die Gäste der Bildungskonferenz in Gruppenarbeiten geschickt, in denen sie schnell bewiesen, dass Otzberg mit Ideen, Engagement und Tatkraft überzeugt. In der späteren Ergebnispräsentation im Plenum wurde schnell deutlich, dass hohe Schnittmengen und gemeinsame Ziele der Anwesenden verfolgt werden. Vernetzung, Transparenz, Sichtbarmachung der vielen bestehenden Angebote, Vermeidung von Konkurrenz, Förderung von Projekten mit „Jung und Alt“, Öffentlichkeitsarbeit, Austausch der Institutionen sind beispielhafte Bereiche, zu denen intensiv diskutiert wurde. Einig war man sich auch, bald konkret zu werden statt sich in theoretischen Zielen zu verlieren. So wurden in der Folge konkrete Kooperationsideen hervorgebracht, wie der Vorschlag eines Nachhilfe-Angebots von und für Jugendliche sowie institutionsübergreifende Ausflüge und Freizeiten oder eine Otzberger Projektwoche im Sinne der Kooperationen. Ein Highlight unter den Projektideen war für viele der Anwesenden die Idee einer „Otzberg-Card für Kinder“. Einmal erworben könnten Kinder mit dieser Karte verschiedene Vereins-Angebote in Otzberg, unabhängig der Vereins- oder Ortszugehörigkeit nutzen und Eltern und Kinder müssten sich nicht gleich auf eine lange Zeit festlegen, so die Idee einer Arbeitsgruppe.

Der anwesende Bürgermeister Matthias Weber nahm ebenfalls am Workshop teil und zeigte sich erfreut und zufrieden mit den Ergebnissen der Auftaktveranstaltung: „Ich bin sehr stolz, Otzberger Bürgermeister sein zu dürfen. Wir alle wissen, dass bereits viele gute Angebote bestehen, doch werden diese nur gut genutzt, wenn die Akteure untereinander und die Familien davon wissen. Lassen Sie uns die vielen guten Ideen mitnehmen und den Weg weiterhin gemeinsam gehen.“

Rosemarie Lück, Jugend- und Sozialdezernentin des Landkreises Darmstadt-Dieburg, diskutierte am Vormittag engagiert mit und lobte das Engagement in Otzberg: „Alle Anwesenden leisten einen wichtigen und tatkräftigen Beitrag in der Gemeinde, um Kindern und Jugendlichen vielfältige Anlaufstellen, Orte der Begegnung und Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Dies ist eine starke und beachtenswerte Grundlage für das Erreichen des Ziels der Chancengerechtigkeit, das wir gemeinsam verfolgen.“
Die Gespräche zur Entwicklung der Otzberger Bildungslandschaft werden im neuen Jahr aufgenommen. Dann sollen die Ergebnisse und angestoßenen Projektideen in Arbeitsgruppen und mit Hilfe einer Steuerungsgruppe weiterverfolgt werden.

Wer sich in diesem Projekt engagieren möchte, ist zur Mitarbeit eingeladen. Gesucht werden Jugendliche, ehrenamtlich Engagierte oder solche, die im beruflichen Umfeld Berührungspunkte mit Bildungs- und Erziehungsaufgaben haben.

(Text: PM Landkreis Darmstadt-Dieburg)