Neues Rodgauer Prinzenpaar erobert die Herzen im Flug

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Das Stadtoberhaupt überreicht den Schlüssel an die neuen Regenten Nadja I. und Jan I. (Foto: ah)

Es scheint, als ob die Corona-Pandemie der Jügsheimer Fastnacht, den Protagonisten und den Gästen gut getan hat. Gemäß dem Motto für die kommende Kampagne: „Närrisch düst mit Groß und Klaa – die Zeitmaschin vom JSK“, haben die Giesemer Narren die Gelegenheit genutzt, die Fastnacht neu zu erfinden. Wie sonst lässt es sich erklären, dass das neue Giesemer Fastnachts-Format so gut ankam.

Two for one haben die JSK Fastnachter konsequent umgesetzt, die Eröffnungs-Gala und der „Ufftakt“ sind in Zukunft eine Veranstaltung, die „Ufftak-Gala“. Der „Ufftakt-Kreischer“ Götz Schwarz, Neu-Till Marvin Kühne und Gugi Phillip Jansen heizten zu Beginn gleich richtig ein. Das „Vorspiel“, das Ufftakt –Theaterstück, war eine turbulente Zeitreise durch mehrere Jahrhunderte – von der Steinzeit mit Flint Feuerstein und Wilma, dem Mittelalter mit Herold, bis zur Eurovision mit Abba und den neueren Zeiten.

Ex-Prinz Sebastian Mahr mit seine Prinzessin Sabrina verabschiedeten sich, ebenso wie Peter Otto als Präsident, um dann nach 40 Jahren Bühnenpräsenz in den närrischen Ruhestand verabschiedet zu werden. Die Laudatio übernahm der Vorsitzende des JSK Rodgau, und Ex-Präsident Lothar Mark, der Otto mit dem neuen Präsidenten Stefan Schmidt die Ehrenpräsidentschaft überreichte: Dr. humoris causa, Peter, Edler von den Ottonen. Der neue Sitzungspräsident ist Stefan Schmidt, eine bekannte Größe auf den Bühnen der Region und Vollblutfastnachter.

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Präsidentenstab wird weitergereicht: von Peter Otto an Stefan Schmidt. (Foto: ah)

Die erste Amtshandlung des neuen Sitzungspräsidenten Stefan Schmidt war die Vorstellung der neuen Regenten: Prinz Jan I. Edler Ritter des Stahl und Beton, närrischer Meister der Aktiven und Passiven, primus inter pares des Hochadels, ist ein geborener Büttner und wie der Name schon sagt gehört er in die Bütt. Beruflich ist er Dipl. Ingenieur für Baufragen in Offenbach bei den Stadtwerken. Privat ist er mit Frau und Kinder der Fassenacht seit Jahren verbunden und Vereinsrechner der Giesemer Fastnachter. Seine Ehefrau ist seine Prinzessin Nadja I. Edle Comtesse aus Lederanien, liebliche Elfe der Wichtel und Zwerge, glitzernder Stern der MOMS, einer Tanzgruppe in der Giesemer Fastnacht. Sie wurde in Offenbach geboren, wuchs in Hausen in einer Babscherfamilie (Feintäschner) auf und ist seit Jahren Grundschullehrerin an der Trinkbornschule in Ober-Roden. Beide gemeinsam haben zwei Kinder, die bereits seit Jahren in der Giesemer Fastnacht aktiv sind. Tickets für alle Veranstaltungen kann man online buchen über www.jskrodgau.de.

Der „Noch-Bürgermeister“ Jürgen Hoffmann hielt seine letzte Rede anlässlich der Einführung eines Rodgau Prinzenpaares. Keine Spur von Trauer über sein Ausscheiden aus dem Amt, wo er doch seit 11 Jahren, zu Beginn der fünften Jahreszeit, immer üben konnte, wie es sich anfühlt, den Schlüssel abzugeben.

Eine Besonderheit für Rodgau: Die Fastnachter hatten frühzeitig bekanntgegeben, dass alle Veranstaltungen unter 2 G-Regel stattfinden. Das Experiment gelang zur Ufftakt-Gala ausgezeichnet und lässt für die Kampagne hoffen. Das übertrug sich auf die Stimmung, die ausgesprochen ausgelassen war. Es scheint ein gelungenes Experiment für 2G gewesen zu sein.

(Text: ah)